VfB Homberg könnte den Vorsprung an der Tabellenspitze ausbauen

Fußball : Vorsprung des VfB Homberg wächst unaufhaltsam

Der Spitzenreiter der Oberliga führt die Tabelle deutlich an. Zum jetzigen Zeitpunkt könnte er sich mehrere Niederlagen leisten, und würde dann immer noch oben stehen. Am Sonntag ist der TSV Meerbusch zu Gast.

Seit 44 Jahren ist Stefan Janßen Mitglied beim MSV Duisburg. Sein Team von der Trainerbank in der Arena seines Herzensclubs aus zu coachen, „das wäre natürlich ein Traum“, sagt er. Wie der gesamte Verein hat auch der Trainer des Fußball-Oberligisten VfB Homberg mit großer Freude vernommen, dass er mit seinen Kickern im – sehr wahrscheinlichen – Fall des Aufstiegs in die Regionalliga mögliche Sicherheitsspiele in der Arena des Zweitligisten austragen darf. Für Janßen ist der MSV „ein großer Bruder, dem wir für diese Unterstützung sehr dankbar sind. Viele meiner Spieler sind MSV-Fans, wir sind alle Duisburger Jungs. Egal, in welcher Liga – der MSV und Homberg werden immer Partner und nie Konkurrenten sein.“

Das „Duisburg-Lied“ gehört nicht ohne Grund zum Beschallungs-Repertoire bei den Heimspielen des VfB. Und am Rheindeich gilt es, am morgigen Sonntag, 15 Uhr, gegen den starken Aufsteiger TSV Meerbusch den nächsten Schritt dafür zu machen, dass das Duisburg-Lied bei Heimspielen in der Arena keine Zukunftsmusik bleibt. „Noch reden wir alle im Konjunktiv“, sagt Janßen. Was die Ligen angeht, hat der Klassenerhalt der Zebras aus Duisburger Sicht für ihn sogar Priorität. „Der MSV bleibt der wichtigste Verein für die Stadt“, sagt der VfB-Trainer, der die eigenen Ziele dafür aber nicht zurücksteckt. Da die aktuell zweitplatzierten Sportfreunde Baumberg erneut keine Lizenz für die Regionalliga beantragt haben, müsste der Spitzenreiter in seinen letzten zehn Partien nun schon 14 Punkte auf den Dritten 1. FC Bocholt einbüßen, um den Aufstieg noch zu verspielen. „Der Vorsprung ist gewachsen. Aber wir wollen nicht auf Platz drei gucken. Wir wollen Erster bleiben“, so Janßen.

Sollte der Aufstieg gelingen, ist immer noch fraglich, ob es auch zu Spielen in der Arena kommt. „Im Gegensatz zum KFC Uerdingen würden wir ja dort nicht einziehen“, sagt Janßen.

Die Einstufung als Sicherheitsspiel ist gegen Rot-Weiß Essen, Alemannia Aachen, Rot-Weiß Oberhausen und den Wuppertaler SV zu erwarten. Nur wenn der Spielplan diese Partien vor Abschluss der erforderlichen Umbauphase im Homberger Stadion als Heimspiele vorsähe, würde es in die Arena gehen.

Wann die in Zusammenarbeit mit Duisburg-Sport geplanten Umbaumaßnahmen beginnen und wie ausgiebig sie werden, kann Wolfgang Graf noch nicht exakt beziffern. „Es gibt gewisse Mindeststandards, die wir zum größten Teil erfüllen. Dennoch besteht die Notwendigkeit, unser Stadion zu ertüchtigen“, sagt der Abteilungsleiter. „Dass wir dank der Unterstützung des MSV eine Ausweichspielstätte angeben können, gibt uns Zeit für die Umsetzung und ist ein wichtiger Punkt dafür, dass es mit der Lizenz auch sicher abläuft.“

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