VfB Homberg in einer blendenden Verfassung

Fußball : Erster Homberger Sieg beim SC Düsseldorf West

Fußball: Die Homberger gewinnen auch das fünfte Spiel, wobei der Trainer eine schnellere Gewissheit gehabt hätte.

Was Stefan Janßen von einem Antrag hielte, Auswärtsspiele gegen den SC Düsseldorf-West künftig immer auf dem Ausweichplatz des CfR Links austragen zu dürfen? „Da wäre ich sofort dabei“, lacht der Trainer des VfB Homberg. Denn erstens findet Stefan Janßen  den Platz „deutlich besser“ als den auf der heimischen Anlage derLandeshauptstädter an der Schorlemerstraße, der aufgrund von Granulatproblemen zurzeit allerdings nicht bespielbar ist. Aber vor allem gefiel Janßen der Platz, weil er dort den „Auswärtsfluch gegen Düsseldof besiegen und zum ersten Mal, seit ich beim VfB Homberg bin, dort gewinnen konnte“. Auch der vermeintliche „West-Bann“ konnte den Lauf der Homberger Kicker in der Oberliga nicht stoppen. Beim 3:1 (2:0) fuhren sie den fünften Sieg im fünften Spiel ein.

„Unter dem Strich war es ein wirklich verdienter Sieg“, sagte Janßen, der sich dabei allerdings schneller Klarheit gewünscht hätte. Dabei erlebte der Coach in der ersten Halbzeit etwas – wie der Coach selbst sagt – für den VfB ziemlich ungewöhnliches: „Wir waren sehr effektiv und haben zwei von drei Chancen genutzt.“

Und immer waren die kombinationsfreudigen Angreifer Dennis Wibbe, an dessen Seite Emre Demircan für den weiterhin angeschlagenen Danny Rankl stürmte, und Julien Rybacki beteiligt. Nach einem Rybacki-Pass in die Tiefe legte Wibbe auf Justin Walker ab, der nach nur zehn gespielten Minuten die Gästeführung erzielte. Vier Minuten vor der Pause schloss Julien Rybacki dann selbst die Koproduktion mit Dennis Wibbe ab und erhöhte auf 2:0. „Die beste Chance haben wir aber leider nicht genutzt“, schmunzelte Janßen, als Felix Clever, der erneut in der Innenverteidigung neben Mike Koenders begann, aus zwei Metern Entfernung neben das Tor köpfte.

Auf der anderen Seite trafen die Düsseldorfer aus kurzer Distanz lediglich den Pfosten und stellten die Homberger nach der Pause mit hohen Bällen auf ihre großgewachsenen Angreifer immer wieder vor Probleme. Doch mitten in diese gute Phase der Gastgeber stach Dennis Wibbe mit seinem Treffer nach Zuspiel von Rybacki (57.). „Das 3:0 fiel genau zum richtigen Zeitpunkt“, hatte Stefan Janßen schon gedacht, „jetzt kommt etwas mehr Ruhe ins Spiel rein.“ Doch dann verkürzte West nach einer Ecke ausgerechnet durch einen Kopfball von Jeff Gyasi – „einer von zwei Spielern, über die ich meinen Jungs gesagt habe, dass sie zwingend zugestellt werden müssen“, ärgerte sich der Homberger Trainer über das 1:3 in der 65. Minute, durch das die Düsseldorfer frische Morgenluft witterten. „Sie hatten optisch ein leichtes Übergewicht, und es war ein hartes Stück Arbeit für uns, sie zu verteidigen“, so Janßen.

Umso ärgerlicher war es für den Trainer da, dass sein Team die für den VfB ungewöhnliche Eigenschaft der Effektivität aus der ersten Halbzeit abstellte und seine Konterchancen nicht nutzte. Allein Dennis Wibbe und Julien Rybacki vergaben drei gute Chancen. „Wir haben den Sack nicht zugemacht“, so Janßen. Zum ersten Auswärtssieg beim SC West unter seiner Regie reichte es dennoch.