1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg
  4. Sport

Handball: Vermeidbare Niederlage beim Aufsteiger

Handball : Vermeidbare Niederlage beim Aufsteiger

Die Negativserie des OSC setzte sich fort. Der Handball-Drittligist unterlag zum vierten Mal in Serie.

Rund 100 Fans hatten den Handball-Drittligisten OSC Rheinhausen am Samstagabend zum Nachbarschaftsduell beim VfL Gladbeck begleitet. Beim Aufsteiger hofften die OSC-Fans auf eine Trendwende. Nach drei sieglosen Spielen sollten die Rheinhauser in Gladbeck zurück in die Erfolgsspur finden.

Als die Partie beendet war, mussten die mitgereisten Anhänger ihre Hoffnungen begraben. Der OSC unterlag dem VfL Gladbeck knapp mit 24:26 (11:10) und muss sich in der Tabelle nun langsam aber sicher nach unten orientieren.

Besonders ärgerlich war die Niederlage, weil sie trotz arger Personalsorgen vermeidbar gewesen wäre. Bis zum Schluss begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Doch die Rheinhauser ließen beste Möglichkeiten aus und servierten Gladbeck den Sieg so auf dem Silbertablett. "Kämpferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wenn man aber auf unsere Chancenverwertung schaut, dann war das absolut miserabel. Spielerisch und technisch hat es nicht gepasst", ärgerte sich OSC-Coach Jörg Förderer über die verpasste Möglichkeit, wieder einen Sieg einzufahren.

  • Lokalsport : Drittligist SGL verliert Finale des Handball-Kreispokals
  • Handball : Aufsteiger N-Lübbecke weiter siegloses Schlusslicht
  • Osnabrücks Aaron Opoku (r.) spricht mit
    „Rassismusverdacht nicht erhärtet“ : Überraschende Wende nach Spielabbruch in Duisburg

Zum Beginn der Partie sah das noch ganz anders aus. In den ersten Minuten präsentierten sich die "Olympischen" hellwach und zogen schnell auf 3:0 davon. Dann folgte ein Bruch im Spiel. Elf Minuten lang gelang dem OSC kein Treffer mehr und folglich konnte Gladbeck den Rückstand ausgleichen. Weil die Rheinhauser die Ausfälle von Mirko Szymanowicz, Damian Janus, Matthias Opper und Stephan Liekenbrock nicht kompensieren konnten, brachte Jörg Förderer nach einer Viertelstunde Routinier Mirko Bernau.

Der sportliche Leiter sollte der jungen Mannschaft die nötige Ruhe verleihen und das Spiel leiten. Bis kurz vor dem Ende der Partie gelang dies auch. Beim Stand von 22:22 hatten die Rheinhauser mit zwei Kontern sogar die Chance, erneut in Führung zu gehen. "Doch die haben wir einfach liegen lassen", analysierte Förderer. Stattdessen belohnte sich der Aufsteiger aus Gladbeck mit zwei Punkten und ist nun in Reichweite zum OSC.

Die Rheinhauser müssen sich vorerst nach unten orientieren. Durch die dritte Pleite in Serie rutschte das Förderer-Team auf den zehnten Rang ab. Der Coach will den Blick dennoch nach vorne richten: "Wir dürfen nicht nach hinten schauen und jammern. Wir müssen so schnell wie möglich wieder Punkte holen."

Punkte kann der OSC am Mittwoch nicht sammeln. Allerdings könnte die Mannschaft etwas für ihr Selbstvertrauen tun. Im HVN-Pokal gastieren die Rheinhauser um 20 Uhr beim TuSEM Essen II.

(tob)