Lokalsport: Verletzung überschattet EVD-Sieg

Lokalsport: Verletzung überschattet EVD-Sieg

Nach einem Foul wurde Robin Slanina vom Eis geführt. Den 0:2-Rückstand machten die Füchse im Anschluss aber wett und siegten im letzten Vorrundenspiel gegen Leipzig noch deutlich mit 5:2.

Esbjörn Hofverberg ist ein gutes Beispiel für die Icefighters Leipzig. Der Verteidiger ist gerade 1,66 Meter groß. Zudem ist er 47 Jahre alt. Niemand würde vermuten, dass er ein guter Eishockeyspieler wäre - wenn man ihn nicht kennen würde. Doch der eingedeutschte Korea-Schwede spielt wie alle anderen Leipziger: unheimlich schnell und verflixt aufmerksam. Und das ist auch der Grund, warum die Mannschaft von Trainer Sven Gerike so weit oben in der Tabelle der Oberliga Nord steht. Das letzte Spiel der Hauptrunde ging dennoch mit 5:2 (0:2, 1:0, 4:0) an den EV Duisburg - der bezahlte den Erfolg aber mit der Verletzung von Robin Slanina. Das Spiel war von Beginn an intensiv. Und die Füchse mussten sich sputen, um auf der Höhe zu bleiben. Schon in der zweiten Minute hatte Niklas Hildebrand nach Pass von Dominik Patocka die erste gute Gelegenheit. Gerade im Verbund von Michal Velecky war dieses Ex-Essener Trio brandgefährlich. Die Hausherren kämpften mit allem, was sie hatten. Ein gutes Beispiel dafür: Kapitän Björn Barta: Kniend holte er sich eine bereits versprungene Scheibe wieder zurück und hielt den laufenden Angriff so am Leben. Weiter ging es hin und her: Patrick Fischer für Leipzig, im Gegenzug Jari Neugebauer für Duisburg. Chancen waren da - Tore noch nicht. Dafür aber die Giftigkeit, die ein Spitzenspiel des Dritten gegen den Zweiten vermuten lässt. Immer wieder gerieten die Spieler aneinander. Ein böser Fehlpass in der elften Minute von Aaron Beally führte zum 0:1. Patocky, Velecky, drin. Für Unmut sorgte eine Szene in der Schlussminute des ersten Drittels: Robin Slanina wurde gefoult, auch Björn Barta mischte mit - doch es gab nur eine Strafe gegen Barta, während Slanina vom Eis geführt wurde, es zu Beginn des zweiten Drittels nochmal versuchen wollte, aber nicht weiterspielen konnte. Noch bitterer für den EVD: Dieses Powerplay nutzte Leipzig zum 2:0 durch Velecky.

Im Mittelabschnitt machten die Füchse dann deutlich mehr Druck, arbeiteten konzentrierter in der Defensive - holten sich aber gleich wieder eine Strafe ab. Doch die Duisburger rannten weiter nach vorne; erst scheiterte Joly, dann traf Viktor Beck nach einem Zuckerpass von Armands Berzins in Unterzahl zum 1:2-Anschluss. Die Füchse drängten zwar auf den Ausgleich, ließen aber ihre Chancen ungenutzt - auch im ersten Powerplay des Spiels (33.), das sogar für 43 Sekunden zu einem Zwei-Mann-Vorteil wurde.

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Das Toreschießen holten die Füchse dann aber nach: In der 44. Minute war Beck mit seinem zweiten Tor zur Stelle. Einen Pass des hinter dem Tor stehenden Joly verwandelte er seelenruhig zum 2:2. Eineinhalb Minuten später traf Mike Schmitz zur 3:2-Führung. Nun hatte der EVD das Spiel im Sack: Joly, der seinen eigenen Rebound verwandelte, packte den Deckel oben drauf (57.). In Überzahl legte Sam Verelst noch das 5:2 nach (59.).

EV Duisburg - Icefighters Leipzig 5:2 Drittel: 0:2, 1:0, 4:0 Tore: 0:1 (10:28) Velecky (Patocka), 0:2 (19:47) Velecky (Hildebrand, Patocka/5-4), 1:2 (25:11) Beck (Berzins, Walkowiak/4-5), 2:2 (43:32) Beck (Joly, Huebscher), 3:2 (45:06) Schmitz (Huebscher), 4:2 (56:06) Joly, 5:2 (58:16) Verelst (Berzins, Walch/5-4). Strafen: Duisburg 16, Leipzig 10. Zuschauer: 1613.

(RP)
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