Lokalsport: Über das 0:1 muss Dimmel erst eine Nacht schlafen

Lokalsport : Über das 0:1 muss Dimmel erst eine Nacht schlafen

Landesliga: Der Auftritt von Hamborn 07 passt sich dem Novemberwetter an. Wesel hat leichtes Spiel am Holtkamp.

Die Trainerdiskussion bei Hamborn 07 könnte neue Nahrung erhalten. Über dieses Spiel müsse er erst einmal "nachdenken und eine Nacht schlafen", sagte Armin Dimmel nach dem 0:1 (0:0) des Fußball-Landesligisten gegen den PSV Lackhausen. Der Interimscoach, der ja ohnehin nur noch bis zum Amtsantritt von Michael Pomp im Januar die Löwen betreut, war angesichts eines überaus schwachen Auftritts seiner Mannschaft ratlos.

Die Partie auf dem Kunstrasen im Holtkamp passte sich dem tristen Novemberwetter an. Über weite Strecken war kein Landesliganiveau erkennbar. Hamborn tat sich schwer, Zugriff zu bekommen, was Armin Dimmel wieder einmal nicht nachvollziehen konnte: "Im Training war wieder alles großartig. Und dann kommt am Spieltag so etwas heraus." Das Passspiel lahmte, auf Kombinationen beruhende Torchancen gab es in 90 Minuten überhaupt nicht.

Gleichwohl hätte es quasi aus dem Nichts den großen Wurf geben können. Der in die Startelf zurückgekehrte Ramazan Ünal schlug in der 31. Minute einen Freistoß von der linken Hamborner Angriffsseite in den Strafraum der Weseler Gäste, wo Innenverteidiger Daniel Schäfer erstaunlich frei zum Kopfball kam. Den platzierte er aber etwas zu zentral, was PSV-Schlussmann Sebastian Kaiser immer noch zu einer sehr starken Parade zwang - aber die Kugel war eben nicht drin. Sechs Minuten später segelte Kai Neul an einem Ünal-Freistoß von der rechten Seite vorbei.

Armin Dimmel stellte nach der Halbzeitpause um. Hamborns Trainer brachte mit Jan Stuber und Ahmet Talha Kilinc für Kai Neul und Blinort Namoni zwei neue Akteure, um dem Spiel der Gastgeber noch einen neuen Impuls zu geben. Der Plan, im Zweifelsfall halt das entscheidende Tor auch gern in der Schlussminute zu erzielen, ging aber nicht auf: In der 55. Minute bekamen die Löwen im eigenen Strafraum den Ball nicht geklärt, woraufhin Necati Güclü aus kurzer Distanz artig "danke" sagte und das Netz ausbeulte. Eine Antwort darauf fand Hamborn in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr.

Nach dem spielfreien Totensonntag geht es in der Landesliga für die Schwarz-Gelben am 3. Dezember mit dem Gastspiel bei Arminia Klosterhardt weiter.

(RP)