Lokalsport: Uckermann stellt sich hinter Team und Trainer

Lokalsport : Uckermann stellt sich hinter Team und Trainer

Der Füchse-Chef vertraut nach der Niederlagenserie weiterhin den Spielern. Die Enttäuschung der Fans versteht er.

Sebastian Uckermann lässt daran keinen Zweifel aufkommen. "Wir vertrauen dieser Mannschaft", betonte der Füchse-Chef, nachdem der EV Duisburg zuletzt drei Niederlagen in der Eishockey-Oberliga einstecken musste. "Wir müssen schonungslos über die Lage reden, aber das Vertrauen gehört unseren Spielern - und", schiebt er hinterher, "es gibt in Duisburg keine Trainerdiskussion - und es wird auch keine geben."

Vor den Spielen gegen die Saale Bulls Halle am Freitag (19.30 Uhr, Kenston-Arena) und am Sonntag bei den Black Dragons Erfurt (16 Uhr) geben sich die Verantwortlichen alle Mühe, um den Spielern den zweifelslos vorhandenen Druck, so gut es geht, zu nehmen. "Die Jungs sollen befreit aufspielen und vor allem wieder Spaß am Eishockey haben", sagt auch Trainer Doug Irwin. "Es bringt ohnehin nichts, wenn ich noch mehr Druck mache. Es geht darum, die Jungs jetzt wieder aufzubauen. Wenn wir anfangen, unsere leichten Fehler in der Defensive zu vermeiden und das Tor zu treffen, kommen ganz sicher bessere Zeiten." Die Offensive bleibt das Thema. Irwin: "Wir könnten locker 18 Tore mehr haben. Wenn wir diese 18 Tore hätten, hätten wir sechs Punkte mehr. Und dann würden wir nicht über Krise oder Selbstvertrauen sprechen, sondern wir würden über die Tabellenführung reden."

Das sagt auch Uckermann: "Wenn wir anfangen, unsere Chancen zu nutzen, kommen wir ganz sicher ins Rollen. Es ist natürlich auch für die Verteidiger nicht leicht, wenn sie 60 Minuten unter Druck stehen, weil wir nur 3:2 in einem Spiel führen, in dem wir viel höher führen müssten." Der Füchse-Chef weiß natürlich auch, dass die Fans unglücklich sind. "Die Zuschauer haben jedes Recht, unzufrieden zu sein. Aber ich muss unseren Fans auch mal ein Lob aussprechen, weil sie nach wie vor hinter unserem Team stehen. Und auch die Diskussionen in den sozialen Medien werden weitgehend sachlich geführt." Dass sich der Druck nicht ganz wegreden lässt, ist den Füchsen klar. "Jeder weiß, was wir wollen, auch wenn wir es nicht jeden Tag sagen. Aber das ist im Profisport auch ganz normal", so Uckermann. "Alle wollen Duisburg schlagen, damit müssen wir umgehen können." Patrick Drees von der Füchse-Leitung ergänzt: "Die Freude muss zurückkommen, für Duisburg, für das Emblem auf der Brust zu spielen. Und im Sport ist es nun mal so, dass es am meisten Freude macht, wenn man entweder ganz vorne mitspielen kann oder wenn man als Neuling um den Klassenerhalt kämpft. Alles dazwischen reißt nicht besonders mit."

So stellt sich Uckermann hinter das Team: "Das sind alles tolle Charaktere. Jeder will - wir brauchen halt Erfolgserlebnisse. Auch Raphael Joly als einer unserer wichtigsten Spieler weiß, worauf es ankommt. Auch wenn es für ihn auch nicht so gut lief. Rapha wird zurückkommen und uns anführen."

Die Füchse halten dennoch weiterhin die Augen offen. "Besonders auf der Verteidigerposition. Aber auch im Sturm. Das müssen dann aber Spieler sein, die uns wirklich weiterbringen", so Uckermann. Und Hoffnung gibt es an anderer Stelle. "Nach der aktuellen Entwicklung hoffen wir, dass uns Pavel Pisarik vielleicht doch ab Februar wieder zur Verfügung steht."

(RP)
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