TuS Mündelheim und Meiderich 06/95 verfehlen Klassenerhalt

Fußball : TuS Mündelheim und Meiderich 06/95 müssen neu anfangen

Die Bezirksligisten haben den Klassenhalt nicht geschafft. In der Kreisliga A warten nun neue Aufgaben auf die Teams.

Die Abstiegsfrage in der Fußball-Bezirksliga ist bereits nach dem vorletzten Spieltag geklärt. Neben dem Schlusslicht RWS Lohberg müssen auch zwei Clubs aus Duisburg Abschied nehmen. Nach neunjähriger Zugehörigkeit zur Bezirksliga geht’s für Meiderich 06/95 als Drittletzter ebenso zurück in die Kreisliga A wie für die TuS Mündelheim, die vor drei Jahren den Aufstieg nach einem Sieg in der Relegation bejubelt hatte.

Mit fünf Siegen startete die TuS unter ihrem für Frank Krüll gekommenen neuen Coach Ralf Gemmer in die Saison und stand sogar kurz mal an der Spitze. Doch dann ging es nur noch steil bergab. Der Tiefpunkt war sicherlich der 3. März, als die TuS Schlusslicht RWS mit einem 1:2 die bislang einzigen drei Punkte beschert hatte. „Jetzt sind wir die Lachnummer der Liga“, sagte Coach Ralf Gemmer damals, der aus den sechs Spielen nach dem Sieg gegen 09 nur noch zwei Zähler holen konnte. Nach dem 0:0 gegen den Hamminkelner SV am 17. März war dann Schluss. Die TuS holte Frank Krüll zurück. „Ich hatte fest daran geglaubt, dass wir das noch packen“, sagt der Trainer, der die TuS nach dem letzten Spiel wieder verlassen wird. „Aber die Moral und die Motivation im Team waren natürlich am Boden.“

Mit der verunsicherten Elf holte er nach seiner Übernahme bislang nur einen Punkt. „Teilweise habe ich die Jungs nicht wiedererkannt und mir in manchen Szenen gedacht, das hätte der vor einem Jahr noch ganz anders gemacht. Wir hatten uns in den letzten vier Jahren einiges aufgebaut, und es ist schade, dass nun das eingetreten ist, was wir unbedingt verhindern wollten“, sagt der Aufstiegs-Trainer. „Wir haben aber auch häufig einfach nicht das Niveau unserer Gegner erreicht.“

Zu oft musste der Meidericher Keeper Philipp Giordani am Ende hinter sich greifen. Foto: Kerstin Bögeholz

Verloren haben im neunten Anlauf nun auch die Meidericher. „Wir haben uns mit unseren geringen Mitteln lange in der Liga gehalten und zuletzt fast nur noch gegen den Abstieg gespielt“, sagt Thomas Heck, der gemeinsam mit Harald Schüffeln nach acht Niederlagen in Folge am 7. Dezember in seiner Funktion als Geschäftsführer das Traineramt von Pierre Schmitz übernommen hatte.

Mit dem jungen Coach und einem ebenso jungen Team hatten die Meidericher nach einigen Abgängen einen Umbruch gewagt, der sich letztlich nicht auszahlte, aber Potenzial hatte, wie Heck sagt. „Dass es uns jetzt erwischt hat, ist schade, da wir die Klasse zu mehr gehabt hätten. Wir hatten viel mit Verletzungen zu kämpfen und in einigen Spielen sehr viel Pech.“ Mit 13 Punkten aus den ersten sieben Spielen hatten Heck und Schüffeln 06 zu Jahresbeginn wieder auf Kurs gebracht, doch dann setzte es erneut acht Niederlagen in Serie.

Die direkte Rückkehr peilt das Team nicht an, zumal mit Marcel Gesemann, Aaron Kazimierczak, Mazlum Itmec, Anil Kocakaya, Tunahan Celik, Andrees Minta und Mustafa Candar weitere Kicker den Club verlassen. „Zielsetzung ist, erst einmal in der Kreisliga anzukommen“, sagt Heck, der mit bislang acht Zugängen aus Kreisliga-Clubs in die neue Saison geht und noch „zwei, drei Spieler aus der eigenen Jugend“ einbauen möchte. „Früher war es unsere gute Jugendarbeit, die uns ausgemacht hat“, sagt Heck. „Viele dieser Jungs spielen jetzt bei Hamborn 07, während wir kaum noch Spieler aus der eigenen Jugend rausziehen können. Wir versuchen nun etwas Neues aufzubauen.“

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