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Fussball-Bezirksliga: TuRa verfolgt bescheidene Ziele

Fussball-Bezirksliga : TuRa verfolgt bescheidene Ziele

Auch aufgrund einer schwierigen Vorbereitung lautet die Marschrichtung Klassenerhalt.

Sakis Papachristos ist im Duisburger Amateur-Fußball ein alter Hase. Seit gut zwei Jahrzehnten trainiert der Grieche im Stadtgebiet Mannschaften und gilt bei manchem als Wandervogel. Seine Zeiten der mehrfachen Vereinswechsel, auch innerhalb einer Saison, sind aber längst vorbei. Papachristos trainiert mittlerweile im vierten Jahr den Bezirksligisten TuRa 88 Duisburg und damit seinen Heimatverein.

Am Neudorfer Kammerberg fühlt sich der Coach pudelwohl: "Es macht großen Spaß, hier zu arbeiten. Wir haben hier in den letzten Jahren Konstanz reinbekommen. Das wollen wir fortführen", erklärt der Coach, der gleichzeitig auch Sportlicher Leiter ist.

Wenn am kommenden Sonntag die Saison mit einem Heimspiel gegen Hertha Hamborn startet, setzen die Neudorfer weitestgehend auf bewährte Kräfte. Neben vier externen Neuzugängen sind nur fünf Kicker aus der eigenen Jugend zum Team gestoßen.

Coach Papachristos hat Vertrauen in diese Philosophie: "Marvin Martin und Getoar Nurcay haben schon in der Schlussphase der letzten Spielzeit einige Spiele für uns absolviert. Die Beiden sind auf einem sehr guten Weg. Auch die anderen U19-Jungs sind nah dran", erklärt der Grieche, der große Stücke auf seine offensiven Neuzugänge André Fuhrmann (aus Beeck) und Philipp Wypler (DSV 1900) hält: "André hat einen echten Torriecher und viel Erfahrung. Philipp hat die Schnelligkeit und die Technik, um zur ersten Elf zu gehören."

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Verzichten müssen die TuRaner zunächst noch auf Niklas Wojahn, der ebenfalls vom DSV 1900 nach Neudorf gewechselt ist. Der 19-Jährige hat die gesamte Vorbereitung wegen einer Verletzung aussetzen müssen. Apropos Vorbereitung: Wenn Coach Papachristos über die letzten sechs Wochen nachdenkt, kann er nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: "Ich will nicht übertreiben, aber das war die schlechteste Vorbereitung seit meinem Amtsantritt. Wir konnten nie komplett trainieren. Allerdings muss ich den Jungs, die immer dabei waren, ein großes Kompliment machen. Sie haben einen sehr guten Eindruck hinterlassen." Als Saisonziel setzt man sich mit dem Erreichen des Klassenerhalts am Kammerberg kleine Ziele: "Es ehrt mich, dass uns Genc Osmans Trainer Ilyas Basol als Mitfavorit auf die vorderen Plätze sieht. Um das zu erreichen, fehlen uns jedoch die finanziellen Mittel. Wir werden uns nur auf den Klassenerhalt fokussieren", erklärt Papachristos, der das Kompliment gerne an Genc Osman zurück gibt. "Neben Glückauf Möllen ist Genc für mich allerster Meisterschaftsfavorit."

Im Tor hat sich der Trainer auf eine Reihenfolge festgelegt. Sohn Stefanos Papachristos geht als Nummer eins vor Tim Gratzki ins Rennen. Die Kapitänsfrage stellte sich vor der Saison nicht. Der zweite Sohn des Trainers, Fotios Papachristos, bleibt Kapitän, sein Stellvertreter bleibt Benjamin Käsch.

(knue)