Lokalsport: TTC und Blau-Weiß kämpfen um Aufstieg

Lokalsport : TTC und Blau-Weiß kämpfen um Aufstieg

Auch die Hamborner Reserve spielt bisher eine gute Saison und steht auf Rang neun.

Die bislang letzte Schlagzeile, für die das Duisburger Tischtennis gesorgt hat, war eine negative: Die TTV Hamborn 2010, bislang ranghöchster Verein der Stadt, zieht sich nach der Hinrunde aus der Verbandsliga zurück. Zwei Etagen tiefer, in der Bezirksliga, ist die Stimmung bei den drei hiesigen Vertretern deutlich besser. Zwei dürfen sogar den Landesliga-Aufstieg anvisieren.

Damit hätte beim TTC Homberg im Sommer niemand ernsthaft gerechnet. Die Linksrheinischen haben bewegte Jahre hinter sich. 2015 gelang schon einmal der Sprung in die Landesliga, in der nach der Hinrunde seinerzeit sogar Platz eins zu Buche stand. Personelle Probleme sorgten dann in der Rückserie für einen Absturz und schließlich nach der Saison für den freiwilligen Rückzug in die Bezirksklasse. Diese wurde gleich wieder nach oben verlassen - und nun klopft der TTC als derzeitiger Dritter der Gruppe 2 erneut oben an. "Unser Saisonziel war, den Abstieg zu vermeiden", sagt Pressesprecher Rolf Kathmann, der in der Hinrunde für die zweite Mannschaft in der Bezirksklasse spielte, nach der Winterpause aber wohl wieder zur "Ersten" aufrücken wird. Diese kann dann zwar wohl wieder auf die lange verletzte Nummer eins, Jörg Löbe. zurückgreifen; dafür steht Youngster Dominik Maxelon, der als Ersatz eine starke 9:4-Bilanz erspielte, wegen seines Studiums in Münster nur noch sporadisch zur Verfügung. "Jetzt wollen wir auch den Aufstieg schaffen. Die Mannschaft wäre dann auch sicherlich stark genug, sich in der Landesliga zu halten", glaubt Rolf Kathmann.

Hauptrivale um Platz zwei, der den Sprung nach oben bedeuten würde, ist nach jetzigem Stand der rechtsrheinische Nachbar TTV Blau-Weiß Neudorf. Der aus dem Post SV Blau-Weiß hervorgegangene Klub betätigte in den vergangenen Jahren den Fahrstuhlknopf zwischen Landes- und Bezirksliga und könnte den im Sommer erlittenen Abstieg gleich wieder revidieren. "Das wollen wir auch schaffen - und Homberg wird leider keine Chance haben", sagt der an Position drei spielende Jan Christopher Bonnet mit einem Augenzwinkern. Er schiebt nach: "Nein, die Homberger Jungs sind wirklich gut drauf. Es macht Spaß, in dieser Liga zu spielen. Das ist ja auch die Hauptmotivation für uns: dass wir zusammen unserem Hobby frönen und Freude daran haben." Die ist freilich noch größer, wenn die Spiele gewonnen werden - und das gelang vor allem dann nicht, als Spitzenspieler Frank Scholz verletzt fehlte. "Er spielt eine grandiose Saison", findet Jan Christopher Bonnet. Mit ihm soll es dann möglichst auch gelingen, den verlustpunktfreien Spitzenreiter DJK Franz-Sales-Haus Essen beim Rückspiel in eigener Halle zu bezwingen.

Von Aufstieg ist bei der zweiten Mannschaft der TTV Hamborn 2010 keine Rede. Das Team vom Mattlerbusch ist als momentaner Neunter der Gruppe 1 aber trotzdem zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. "Das Abschneiden ist sehr erfreulich", sagt Bernd Reiff, der vor der Saison aus der "Dritten" aufgerückt war und über seine starke 12:6-Bilanz sehr erstaunt ist: "Ich hatte mir vorgenommen, so sechs, sieben Spiele zu gewinnen." Positiv stehen auch der aus Walsum gekommene Stefan Kalert (13:6) und Ralf Schappei (11:6) da. Womöglich rückt Reiff zur Rückrunde ins obere Paarkreuz auf, weil sich Lothar Arend in die Mitte zurückziehen will.

Eine erhoffte Verstärkung wird es dagegen vorerst nicht geben. Wilhelm Kieselmann, der als einziger Akteur aus der bisherigen Verbandsligamannschaft nicht den Verein verlassen hat, darf in der Rückrunde nicht für das Bezirksliga-Team spielen, sondern ist aufgrund des Rückzuges gesperrt. "Leider sind die Regeln so, dass er nicht heruntergemeldet werden darf. Ich verstehe, dass er jetzt sehr enttäuscht ist", so Bernd Reiff. Die Hamborner Verantwortlichen hoffen, dass Kieselmann dann ab der kommenden Saison als Führungsspieler für das dann als erste Mannschaft firmierende Team antreten wird. Damit dies dann auch ganz sicher in der Bezirksliga der Fall ist, müssen noch ein paar Punkte her. Helfen soll dabei der vom ESV Großenbaum zur TTV wechselnde Tilo Wendland.

(RP)
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