Trainer Christian Mikolajczak grimmig: Abstieg kaum zu vermeiden

Fußball-Oberliga : Trainer grimmig: Abstieg kaum zu vermeiden

Fußball: Die erhoffte Aufholjagd von Oberliga-Schlusslicht FSV wird beim 0:2 gegen den SC Velbert jäh gestoppt.

Diesmal gab’s nach dem Abpfiff keinen Spielerkreis auf dem Platz. Christian Mikolajczak beorderte sein Team schnurstracks in die Kabine und marschierte mit grimmigem Gesichtsausdruck hinterher. Die Mammutaufgabe, den FSV Duisburg noch vor dem Abstieg aus der Fußball-Oberliga zu retten, scheint für den in der Winterpause geholten Trainer schon nach dem zweiten Spiel, zur „Mission impossible“ zu werden. Durch das 0:2 (0:0) gegen den SC Velbert ist das rettende Ufer nunmehr satte 15 Punkte entfernt – und es sind nur noch 13 Partien zu absolvieren.

„Wir werden ganz klare Worte finden. So funktioniert das nicht“, kündigte Mikolajczak vor dem Gang zum Kabinentrakt an. Von den lobenden Worten, die der Ex-Profi noch vor Wochenfrist trotz des vom Ergebnis her enttäuschenden 1:1 beim VfB Speldorf gefunden hatte, blieb nicht mehr viel übrig – und das, obwohl wie schon so häufig in dieser Saison der FSV eine Halbzeit lang das dominierende Team mit der Mehrzahl der Chancen gewesen war. Das wollte Mikolajczak auch gar nicht in Abrede stellen, doch für ihn war unter dem Strich klar: „Jetzt erkennt man den Grund, warum wir da unten stehen. Das liegt nicht an der Chancenverwertung, das hat andere Ursachen.“

So war am Ende alles, was sich vor dem Seitenwechsel abgespielt hatte, Makulatur. Winter-Neuzugang Karoj Sindi, erstmals in der Startelf, hätte schon nach sechs Minuten zum 1:0 treffen können, scheiterte aber an SCV-Torhüter Peter-Richard Garweg, der in der Folge noch einige Male eingreifen musste. Als er mit dem Ball bei einer Abwehr um ein paar Zentimeter zu weit aus dem Strafraum herauskam, gab es einen aussichtsreichen Freistoß – und den schlenzte Kaan Akca ans Lattenkreuz. Da rief der Coach noch auf den Platz: „Männer, das sieht gut aus!“

In der zweiten Hälfte nahm die Zahl der gefährlichen Aktionen ab, weil Velbert nun in der Defensive sicherer stand. Nur bei Standards entwickelte der FSV noch Gefahr. Dann war es einmal mehr ein individueller Fehler, der den Aufsteiger auf die Verliererstraße brachte: Nachwuchsschlussmann Jannik Hinsenkamp, für den angeschlagenen Tobias Ritz zwischen den Pfosten, vertändelte die Kugel im eigenen Strafraum gegen Merveil Tekadiomona, der sie dann unter die Latte drosch (59.). Fünf Minuten später war im Prinzip schon alles gelaufen: Eine Freistoßflanke segelte durch den ganzen FSV-Strafraum und landete bei Robin Hilger, der direkt zum 0:2 abschloss.

Ob die Mannschaft jetzt noch eine Chance auf den Klassenerhalt hat? Der Trainer sagt: „Nur, wenn alle weiter bereit sind, alles dafür zu tun.“

(T. K.)
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