Torhüter-Frage beim Fußball-Oberligisten VfB Homberg

Fußball : Torhüter-Frage beim VfB Homberg ist noch offen

Der Spitzenreiter der Oberliga will sich in dieser Woche für einen Stammtorwart entscheiden: entweder für Robin Offhaus oder für Philipp Gutkowski. Trainer Stefan Janßen lobt die Qualitäten seiner Keeper.

Woche für Woche steht Stefan Janßen vor der schwierigen Frage, welche Spieler er für die Startaufstellung des Fußball-Oberligisten VfB Homberg nominiert. Die Leistungsdichte beim Spitzenreiter ist eng, die Kicker machen es ihrem Trainer nicht einfach. Und selbst auf der Position, bei der es üblicher Weise die geringste Rotation gibt, ist ein Zweikampf entbrannt. In dieser Woche wird das Trainerteam entscheiden, wer die Nummer ins im Tor für die restliche Rückrunde wird: Stammkeeper Philipp Gutkowski oder Youngster Robin Offhaus.

Im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres, im Niederrheinpokal-Viertelfinale gegen den Wuppertaler SV (0:1), stand Philipp Gutkowski zwischen den Pfosten, im ersten Meisterschaftsspiel 2019 eine Woche später hütete Robin Offhaus gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen (3:2) den Kasten.

Philipp Gutkowski ging als Stammtorwart in die Oberliga-Saison. Eine Knieverletzung sorgte im weiteren Verlauf für eine Zwangspause. Foto: Mark Bohla. Foto: Mark Bohla

Stefan Janßen erklärt die Rotation: „Beide Torhüter waren vor der Winterpause verletzt, Philipp natürlich noch länger als Robin. Wir mussten abwarten, wie die beiden aus der Winterpause kommen und wollten diesen Stand in den geplanten Testspielen gegen die höherklassigen Gegner Rot-Weiß Essen und Rot-Weiß Oberhausen überprüfen. Da beide Testspiele ausgefallen sind, haben wir vereinbart, dass jeder Torwart in einem der ersten beiden Pflichtpartien spielt und wir dann die Fähigkeiten abwägen.“

Die Antwort auf die Frage nach der Nummer eins hat der Coach nach den beiden Spielen aber noch nicht gefunden. In enger Absprache mit Torwarttrainer Peter Cernuta wird Stefan Janßen nach der aktuellen Trainingswoche die Entscheidung treffen, wer am Sonntag im Spiel in Ratingen im Tor steht. „Derjenige wird dann auch im Tor bleiben“, sagt Janßen.

Für den 24-Jährigen Philipp Gutkowski, der in acht Liga- und drei Pokalspielen zehn (5/5) Gegentore kassierte, sprechen seine langjährigen Verdienste für den Verein und die Tatsache, dass er als Stammkeeper in die Saison gestartet war, ehe ihn nach dem 1:1 gegen die SSVg Velbert eine Knieverletzung stoppte.

Danach rückte Neuzugang Robin Offhaus in den Kasten. Und der 20-Jährige, der die Nummer Eins zumindest auf dem Trikot trägt, zeigte in den folgenden zehn Ligaspielen (14 Gegentore) sowie im Pokal-Achtelfinale gegen seinen Ex-Club VfB Speldorf, dass er mehr als ein Ersatz sein kann. Die letzten beiden Meisterschaftsspiele verpasste er dann aber aufgrund eines Fingerbruchs. „Wenn Robin nicht so starke Leistungen gebracht hätte, würde sich die Frage nicht stellen“, sagt Janßen, der weiß, was er an den beiden Torhütern hat. Doch nicht nur an diesen beiden.

Einen Freifahrtschein wird auch die künftige Nummer eins nicht haben. „Der Konkurrenzkampf bleibt weiter offen, und wenn es bei beiden nicht funktioniert, dann steht halt Andreas Kossenjans im Tor“, sagt Stefan Janßen. Denn auf VfB-Urgestein „Kosse“ ist immer Verlass. Die Bilanz des 45-Jähirgen in der aktuellen Oberliga-Saison ist zwar nicht aussagekräftig, sieht aber ganz ordentlich aus: zwei Liga-Spiele – ein Gegentor.