MSV Duisburg: Tim Albutat ist beim MSV unverzichtbar

MSV Duisburg : Tim Albutat ist beim MSV unverzichtbar

Tim Albutat hat sichtlich Spaß bei den Zebras und absolvierte alle Ligaspiele. Er ist vom SC Freiburg ausgeliehen -aber der MSV hat einen Kaufoption auf den für ihn ausgesprochen wertvollen Spieler.

Als der MSV Duisburg im Sommer 2014 seinen Drittligakader zusammenstellte, löste die Verpflichtung von Mittelfeldtalent Tim Albutat bei den meisten Fans eher ein Schulterzucken aus. Albutat kam aus der U 23 des SC Freiburg als relativ unbeschriebenes Blatt, auch wenn er für die Breisgauer Profis Schnupperkurse in der Bundesliga und auf der europäischen Fußballbühne absolvieren durfte.

Jetzt, sechs Monate nach seinem Wechsel an die Wedau, hat sich Albutat so etwas wie einen Unverzichtbarkeits-Status im Teamgebilde der Zebras erarbeitet. Von den 19 Hinrundenspielen stand der Youngster 18 Mal in der Anfangsformation. Nur am 9. August im Heimspiel gegen den Halleschen FC (1:1) wurde er in der 46. Minute für Matthias Kühne eingewechselt. Hinzu kommen zwei DFB-Pokalspiele gegen den 1. FC Nürnberg (1:0) und den 1. FC Köln (1:4 nach Elfmeterschießen).

Für zwei Spielzeiten ist Albutat vom SC Freiburg ausgeliehen. Danach besitzt der MSV Duisburg eine Kaufoption. Manager Ivica Grlic: "Natürlich haben wir uns dabei etwas gedacht." Tim Albutat kann Anfang Dezember ein positives Fazit zu seinem neuen Kapitel beim MSV ziehen. "Ich bin zum einen zufrieden, weil wir mit Duisburg oben stehen und zum anderen deswegen, weil ich meine Spiele mache. Es freut mich, dass ich hier so oft eingesetzt werde." Albutat schiebt nach: "Ich kann zeigen, was ich in der Ausbildung beim SC Freiburg gelernt habe."

In einem Beitrag der Hochschule der Medien aus Stuttgart, die Albutat vor fünf Jahren im Internat des SC Freiburg zum Thema "Lebensgefühl - Fußball zwischen Hobby und Traumberuf" besuchte, wirkte der junge Kicker bereits erstaunlich abgeklärt. "Profifußball ist mein Traumberuf. Wenn ich auf dem Platz stehe, dann denke ich an nichts anderes mehr. In Freiburg habe ich gemerkt, dass man richtig viel dafür tun muss, um Profifußballer zu werden, damit man auch zu denen gehört, die später etwas erreichen", erklärte Tim Albutat. In Duisburg will der Mittelfeldspieler, der beim 3:2 über Wehen Wiesbaden nach dem frühen Verletzungsausfall von Tandem-Partner Enis Hajri noch mehr Verantwortung übernahm und am zwischenzeitlichen 2:1 beteiligt war, den nächsten Schritt machen.

"Ich versuche, auch in den nächsten Wochen und Monaten Leistung zu bringen. Es macht mir richtig Spaß beim MSV."Ständigen Austausch mit seinem Stammverein Freiburg gibt es nicht. Albutat: "Die haben im Moment sicherlich Themen, die wichtiger sind. Mit dem SC-Co-Trainer hatte ich nach dem Pokalspiel gegen Köln aber SMS-Kontakt." So konzentriert sich der Ex-Juniorennationalspieler auf die Weiterentwicklung bei den Zebras. "Nach 19 Begegnungen lügt die Tabelle nicht. Jeder steht da, wo er im Moment hingehört. Wir wollen die letzten drei Spiele bis zur Winterpause erfolgreich bestreiten." Das soll Schlusslicht Regensburg am Samstag zu spüren bekommen. Albutat: "Gegen den Jahn haben wir noch etwas gut zu machen. Beim 1:3 im Juli wussten wir noch nicht, wo wir stehen."

(RP)
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