Thomas Molsner löst beim HC Wölfe Nordrhein Alexander Grefer als Coach ab

Handball : Thomas Molsner ist wieder Coach des HC Wölfe Nordrhein

Die Rheinhauser setzen nach dem Oberliga-Abstieg auf einen Neuanfang mit bekanntem Trainer. Thomas Molsner löst Nachfolger Alexander Grefer ab, der den Namen gewechselt hat und sich jetzt wieder auf den Job am Kreis konzentriert.

Handball-Oberligist HC Wölfe Nordrhein packt die Mission Wiederaufstieg ohne den Namen Alexander Tesch an. Der Trainer der vergangenen Saison ist bei den Rheinhausern allerdings weiterhin an Bord. Der Mann hat geheiratet und den Namen seiner Frau angenommen. Alexander Tesch heißt jetzt Alexander Grefer.

Für den 30-Jährigen ändert sich nicht nur der Name, sondern auch das Betätigungsfeld bei den Wölfen. Er tritt das Traineramt wieder an seinen Vorgänger Thomas Molsner, den Sportlichen Leiter des Vereins, ab. Tesch soll sich auf seine Aufgabe als Kreisläufer konzentrieren – wie schon in der Rückrunde in der Abstiegssaison. Zudem fungiert er als Co-Trainer.

Vor Jahresfrist hatte Grefer seine Spielerlaufbahn für beendet erklärt. Ein Fehler, wie Thomas Molsner in der Nachbetrachtung feststellte. „Wir hatten die Situation unterschätzt. Alex war am Kreis nicht zu ersetzen“, so Molsner. Als die Rheinhauser in der Winterpause das Rad zurückdrehten, sei es zu spät gewesen. Molsner: „Die Zeit war zu knapp, um alle Abläufe auf dem Feld abzustimmen.“

Thomas Molsner war zuletzt Sportlicher Leiter der Wölfe. Foto: Udo Gottschalk

Der Abstieg in die fünftklassige Oberliga schmerzt die Wölfe – erst recht vor dem Hintergrund der Rheinhauser Handball-Tradition. Thomas Molsner, hauptberuflich Lehrer, sagt: „Dann drehen wir jetzt eben eine Ehrenrunde.“ Die Versetzung in die Regionalliga wird aber kein Selbstläufer, wie der Trainer unterstreicht: „Das wird nicht einfach. Wir wollen oben mitspielen.“

Die Wölfe gehen mit einem eingespielten Kader in die neue Saison. Lediglich Torwart Sebastian Brysch und Kevin Kirchner haben den Klub verlassen. Trainersohn Felix Mols­ner war schon in der Rückrunde sporadisch am Ball – ihn führen die Wölfe derzeit als einzigen Neuzugang. Der 19-Jährige, der in der vergangenen Saison mit Erstspielrecht für den Neuss/Düsseldorfer Nachwuchs unterwegs war, freut sich auf sein erstes Seniorenjahr. „Ich will mich in der Mannschaft behaupten und verletzungsfrei bleiben“, sagt der Youngster, der zuletzt vor allem Probleme mit dem Rücken hatte. Zusammen mit seinem Bruder Max (22) bildet er den Mittelblock. Der Vater freut sich auf die Molsner-Achse. „Da wird viel Tempo im Spiel sein.“

Die Rheinhauser setzen auf eine gesunde Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern, wobei einige Youngster in den letzten zwei Jahren viel Routine gewonnen haben. Alex Grefer und Sebastian Schneider, der sich aber immer noch mit Knieproblemen herumplagt, sollen mit ihrer Erfahrung vorangehen.

In der Oberliga ist nicht alles schlechter als in der Regionalliga. Die Rheinhauser freuen sich auf viele Derbys – darunter auch die Partien gegen die neue Spiel-Gemeinschaft Hiesfeld/Aldenrade und natürlich gegen Mitabsteiger VfB Homberg. Wölfe-Chef Klaus Stephan macht keinen Hehl daraus, dass er immer noch vom geplatzten Zusammenschluss mit den Hombergern enttäuscht ist. „Das wäre für den Duisburger Handball der richtige Schritt gewesen.“ Der Kontakt zum Nachbarn soll bestehen bleiben. Doch Thomas Molsner merkt an, dass mit dem Rückzug des Trainers und der Sportlichen Leitung auf Homberger Seite viel weggebrochen sei.

Die Saison startet für die Wölfe am Samstag, 14. September, 19 Uhr mit einem Heimspiel gegen die HSG Neuss/Düsseldorf II. Thomas Molsner hofft auf einen Heimsieg, auch um die Fans zu mobilisieren: „Wenn wir direkt ein Ausrufezeichen setzen, könnte sich das auf die Zuschauerzahlen positiv auswirken.“

In der kommenden Saison wird der Samstagabend mit der Anwurfzeit 19 Uhr der Standard-Termin der Wölfe bei ihren Partien vor eigenem Publikum sein. Die zweite Mannschaft bestreitet dann ab 17 Uhr das Vorprogramm.

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