Lokalsport: Teams sind heiß auf das Lokalderby

Lokalsport : Teams sind heiß auf das Lokalderby

In der Regionalliga treffen die Wölfe Nordrhein auf den VfB Homberg.

Um 17 Uhr stehen sich morgen die Regionalliga-Handballer der Wölfe Nordrhein und des VfB Homberg an der Krefelder Straße gegenüber. Endlich - mag man sagen. Schon vor Wochen duellierten sich die beiden Duisburger Teams aus der Ferne. Internetbeiträge, Schlachtrufe in der Halle, Empörung hüben und drüben. Morgen steht in Rheinhausen der Sport im Vordergrund.

Beide Teams sind hochmotiviert. Für die Spieler ist ein Derbysieg mehr wert als zwei Punkte. Es geht auch um die Vormachtstellung im Duisburger Handball. Derzeit stehen die Wölfe als Achter mit zwei Punkten vor dem VfB, der Zehnter ist. Wölfe-Trainer Thomas Molsner freut sich auf der einen Seite, "dass ich die Jungs nicht sonderlich motivieren muss", nimmt auf der anderen Seite allerdings den Druck vom Kessel. "Am Ende des Tages ist es ein normales Ligaspiel", sagt Molsner, der sich mehr auf die Zahlen konzentriert. Vier Punkte will er aus den letzten drei Spielen im Kalenderjahr noch holen. Beim Gastgeber sind alle Spieler an Bord. Bis in die Haarspitzen motiviert ist Torwart Sebastian Brysch, der im Sommer vom VfB zu den Wölfen wechselte.

Nach der zuletzt knappen, aber umso bittereren Heimniederlage gegen TuSEM Essen II in der Vorwoche, als ein zwischenzeitlicher Vorsprung von sieben Toren noch verspielt wurde, stehen die Akteure des VfB Homberg am Sonntag unter Druck. Und besonders motiviert sind die Homberger natürlich auch. Die Spitzen aus Rheinhausen hatten sie zu Saisonbeginn interessiert zur Kenntnis genommen. VfB-Funktionär Deniz Aksen freute sich über die Kampfansage, VfB-Trainer Rüdiger Winter nannte es "niveaulos".

Aber auch für Winter rückt der Sport nun in den Fokus. "Dieses Duell ist für uns extrem wichtig. Schließlich steht uns bis Weihnachten noch ein hartes Programm bevor und wir wollen auf keinen Fall in den Abstiegsstrudel hineingeraten", sagt Winter, der um die emotionale Bedeutung des Spiels weiß. "Wir gehen aber hochmotiviert in die Partie und würden natürlich am liebsten gewinnen", gibt sich der Homberger Trainer kämpferisch. Er weiß aber auch, dass seinem Team ein schwierig auszurechnender Gegner bevorsteht. "Wir dürfen uns keine Tiefschlafphase erlauben, wenn wir unsere Chance auf den Sieg wahren wollen. Grundsätzlich entscheidet wieder einmal die Tagesform", so der Coach.

In der vergangenen Saison gewannen beide Mannschaften ihr Heimspiel, jeweils vor einer stattlichen Kulisse. In der Oberliga-Tabelle landete am Ende der VfB Homberg vor den damaligen OSC Wölfen Rheinhausen.

(RP)
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