Kanusport: Stimmungsvoller Auftakt zur Kanu-WM

Kanusport : Stimmungsvoller Auftakt zur Kanu-WM

Am Dienstagabend wurden die Kanu-Weltmeisterschaften von José Perurena López, dem Präsidenten des Kanu Weltverbandes ICF offiziell eröffnet. Max Hoff (KG Essen) präsentierte als Fahnenträger die deutsche Flagge.

Max Hoff hatte Dienstagabend sichtlich Freude. Der Kanute der KG Essen hatte die Ehre, die Fahne der Deutschen Nationalmannschaft bei der stimmungsvollen Eröffnungsfeier der 40. Kanu-Weltmeisterschaften zu präsentieren. Unter aufbrandendem Applaus der geladenen Zuschauer und mit einer Laola-Welle seiner Teamkollegen wurde Hoff auf der Plaza-Bühne im Schatten der Schauinsland-Reisen-Arena empfangen.

Vor ihm waren bereits 78 weitere Athleten aus anderen Nationen — darunter auch der ein oder andere Exot des Kanusports — mit den entsprechenden Nationalflaggen eingelaufen und trugen ihren Teil zum offiziellen Start der Weltmeisterschaften in Duisburg bei. Schon währenddessen schwenkte Hoff am Ende des Fahnenmeers mit breitem Grinsen minutenlang die Deutsche Fahne.

Mit der Eröffnungsfeier begann am Dienstag das fünftägige Großereignis, auf welches sich die Organisatoren in einer Rekordzeit von nur elf Monaten vorbereiten mussten. Als das brasilianische Rio de Janeiro, das die Weltmeisterschaften ursprünglich ausrichten sollte, vor nicht ganz einem Jahr von dieser Aufgabe zurücktrat, sprangen die Stadt Duisburg und der Deutsche Kanuverband umgehend ein. "Duisburg statt Rio", nahm Oberbürgermeister Sören Link bei seiner Begrüßungsrede Bezug auf die Geschehnisse der zurückliegenden Monate und erklärte weiter: "dass wir die gesamte Kanuwelt in unserer Stadt begrüßen dürfen, erfüllt uns alle mit Stolz."

Unter den Offiziellen waren sich gestern alle einig. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit wurden rund um die Regattabahn beste Voraussetzungen geschaffen, um den Sportlern faire und stimmungsvolle Wettkämpfe zu bieten. "Ich bin überzeugt, dass in den kommenden fünf Tagen alles reibungslos abläuft und wir gute Gastgeber sein werden", erklärte der Präsident des Deutschen kanu-Verbandes Thomas Konietzko, der seine Rede mit einem humorvollen Blick nach Brasilien begann: "Ich habe mir den Spaß erlaubt und die Wetterberichte angeschaut. In Rio regnet es momentan bei 23 Grad." Vielleicht ist es ein gutes Zeichen, dass die Eröffnungsfeier in Duisburg gestern unter blauem Himmel und bei angenehmen Temperaturen stattfand.

Nachdem Link und Konietzko die Sportler und Sportlerinnen in der "Wassersportstadt Duisburg" willkommen hießen, oblag es José Perurena López, dem Präsidenten des Kanu Weltverbandes ICF, die Meisterschaften offiziell zu eröffnen. "Die Stadt Duisburg besitzt eine große Verbundenheit zum Kanusport im Weltklasseformat", bezog sich Perurena López darauf, dass Duisburg bereits zum fünften Mal und damit so oft wie keine andere Stadt Austragungsort der Titelkämpfe ist. "Ich kann mich noch lebhaft an die tolle Atmosphäre hier in Duisburg in der Vergangenheit erinnern und bin mir sicher, dass das die Sportler auch in diesem Jahr nach vorne treiben wird", sieht der ICF-Präsident in Duisburg beste Voraussetzungen für die Weltmeisterschaften geschaffen.

Mit der offiziellen Eröffnungsfeier setzten die Veranstalter einen stimmungsvollen Startschuss für die kommenden fünf Tage an denen mehr als 1500 Sportler auf der Regattabahn um Medaillen kämpfen werden. Neben dem offiziellen Teil sorgten die Break-Dancer "BBoys Germany", der Comedian "Herr Niels" und Sängerin Stefanie Heinzmann für ein gelungenes Rahmenprogramm.

Die Besucher der Eröffnungsfeier bekamen gestern einen ersten Eindruck davon, wie froh gestimmt es in den kommenden Tagen im Sportpark zugehen wird. Auf der WM-Plaza wird schon heute der nächste große Musik-Act erwartet. Am Abend tritt dort Christina Stürmer auf. Am Donnerstag tut es ihr der Schweizer DJ Antoine gleich. Auf der Klönnewiese sind zudem zahlreiche Verpflegungs- und Getränkestände aufgebaut.

(RP)
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