Leichtathletik: Steinkamp setzt starken Akzent

Leichtathletik : Steinkamp setzt starken Akzent

Silja Steinkamp vom Rumelner Turnverein über 100-m-Hürden und Torsten Graw vom ASV Duisburg über 5000 Meter gewannen am Wochenende in ihren Disziplinen die NRW-Meisterschaft.

Die offen ausgeschriebenen NRW-Meisterschaften in den Einzeldisziplinen bei den Frauen und Männern wurden am Wochenende im Sportpark Wedau ausgetragen. Die Erwartungen an eine Vielzahl guter Wettkämpfe auf einem ansprechenden Leistungsniveau konnten vielfach nicht erfüllt werden.

Grund dafür war der Wetterumschwung in der Nacht von Samstag auf Sonntag, der bei Dauerregen die Temperaturen in den Keller sacken ließ. So erwarteten die Leichtathleten im Eintracht-Stadion alles andere als angenehme äußere Bedingungen. Insbesondere die ambitionierten Sportler wollten vor den in wenigen Wochen anstehenden Titelkämpfen auf nationaler Ebene verständlicherweise nicht allzu viel riskieren.

Dennoch durften sich zwei Duisburger Athleten über den Titel eines NRW-Meisters freuen. Silja Steinkamp vom Rumelner TV ließ bereits im ersten von drei Vorläufen über die 100-m-Hürden ihre derzeit sehr gute Form aufblitzen. Mit der klar besten Zeit qualifizierte sich die Athletin von Trainer Knut Knieriem in 14,22 Sekunden für den Endlauf, in den es hauchdünn auch die Rumelner Siebenkämpferin Hannah Rosenbach schaffte.

Während Steinkamp ihre Vorlaufzeit im Finale ein weiteres Mal nach unten korrigierte und mit überzeugenden 14,16 Sekunden an der B-Norm für die im nächsten Monat stattfindenden Deutschen Meisterschaften kratzte (RTV-Vorsitzender Harald Richter: "Wir werden sie aber trotzdem für die DM melden."), wiederholte Rosenbach ihre Zeit aus dem Vorlauf (15,59 Sekunden).

Titel Nummer zwei für Duisburger Athleten bei den NRW-Meisterschaften fiel dann in die späten Nachmittagsstunden, als die Entscheidung über 5000 Meter bei den Männern aufgerufen wurde. Am Start waren nur drei Langstreckler des ASV Duisburg, von denen einige jüngst beim international besetzten Sportfest in Koblenz bereits mächtig auf die Tube gedrückt hatten: Torsten Graw, Karol Grunenberg und Karsten Kruck. Der Jüngste aus diesem schnellen Trio entschied nicht weiter überraschend den Titel für sich.

Auch wenn dieser Lauf etwas langsamer war als das Rennen in Koblenz, schaffte es Graw dennoch, die Uhr unter 15 Minuten anzuhalten. In 14:53,12 Minuten gewann der 21-Jährige die NRW-Meisterschaft über 5000 Meter vor seinem vier Jahre älteren Vereins- und Trainingskollegen Karol Grunenberg (15:09,39 Minuten) und dem in der Altersklasse M30 startenden Karsten Kruck, der nach 15:37,62 Sekunden im Ziel war.

Abermals sehr überzeugend unterwegs war die U20-Sprinterin Helen Krzoska von Eintracht Duisburg. Über 200 Meter lief sie im zweiten von drei Zeit-Endläufen in 25,21 Sekunden ins Ziel und unterbot damit ein weiteres Mal die A-Jugend-Norm des Deutschen Leichtathletikverbandes im Langsprint für die DM in Mönchengladbach.

(poe)