Stefan Popovic trainiert Wasserball-Nachwuchs des ASC Duisburg

Wasserball : Stefan Popovic begeistert den Nachwuchs

Der Torhüter des ASCD ist seit dem vergangenen Sommer Trainer für den jüngsten Nachwuchs im Verein. 30 Kinder hat er unter seinen Fittichen. Der Serbe selbst feilt noch an seinen Deutschkenntnissen.

Toller Kerl. Feiner Sportsmann. Sympathischer Typ. Auf Stefan Popovic angesprochen, fällt die Antwort beim ASC Duisburg zumeist sehr ähnlich aus. Die Lobeshymnen auf ihn nimmt Popovic mit einem Achselzucken und einem, für ihn scheinbar typischen, schelmischen Grinsen. „Die Leute habe ich alle bezahlt – 50 Euro“, sagt der junge Serbe und schmunzelt.

Seit einigen Monaten macht Popovic nicht mehr nur durch seine sympathische Art und sein Können als Wasserball-Torhüter auf sich aufmerksam. Seit vergangenem Sommer trainiert er beim ASCD auch den ganz jungen Nachwuchs (U 12/14). Seither schwärmt man im Klub auch von seiner Arbeit als Trainer. Mit acht Kindern hat der 25-Jährige im August begonnen, mittlerweile scharen sich 30 Jungs und Mädchen beim Training um ihn.

Stefan Popovic spielt seit 2017 im Tor des ASC Duisburg. Foto: FUNKE Foto Services/Zoltan Leskovar

Für Popovic ist es die erste Erfahrung als Trainer. Doch nicht nur deshalb war Balti, wie er von seinen Teamkollegen genannt wird, vor seinem Engagement am Beckenrand zunächst skeptisch. „Ich hatte etwas Angst, dass mich die Kinder nicht so gut verstehen. Mein Deutsch ist ja noch nicht so gut“, sagt Popovic. Die Sprachhürde hat er längst überwunden, Deutsch bereits sehr gut gelernt. Dabei profitiert Popovic, wie er selbst sagt, auch besonders von der Arbeit mit den Jugendlichen. „Ich konnte ja nicht mit den Kindern Englisch sprechen, daher waren die ersten Monate etwas schwierig. Ich hatte zwei Monate einen Deutschkursus und habe dann sehr viel von den Kindern gelernt. Mit ihnen ist es einfach. Die schlimmen Wörter bringen mir aber meine Mitspieler in der ersten Mannschaft bei“, sagt der DWL-Torhüter, der seit 2017 für die Amateure spielt.

Dass Stefan Popovic und sein Co-Trainer Johannes Wrobel gute Arbeit leisten, hat sich auch über die Stadtgrenzen hinaus herumgesprochen. Gründe für den Zulauf sieht Popovic unter anderem bei der engen Zusammenarbeit mit den Spielern der ersten Mannschaft, die als Vorbilder fungieren, und auch in einem Trainingslager, das er im vergangenen Sommer organisiert hatte. „Wir waren mit der U 13 sieben Tage in Serbien. Da sind Kinder aus vier Vereinen mitgefahren. Dazu haben Nils Illinger und Dennis Eidner im Januar ein Training gemacht“, sagt Popovic, der 2015 mit VK Radnički Kragujevac im Finale der Champions League stand. „Ich habe aber nichts gemacht. Nur Handtücher und Trinkflaschen gereicht.“

Großer Spaß: Im Sommer war der Nachwuchs mit Stefan Popovic und Co-Trainer Johannes Wrobel (links) im Trainingslager in Serbien. Foto: FUNKE Foto Services/Zoltan Leskovar

Auch in diesem Sommer wird der ASCD-Nachwuchs, der schon die ersten Erfolge feiern konnte, wieder an einem Trainingslager teilnehmen. Diesmal geht es im Juli zehn Tage nach Rijeka und Belgrad. Auch in dieser Zeit werden die gleichen Regeln wie in der Heimat gelten. „Unser Hauptziel sind Disziplin und Respekt. Wir wollen das Miteinander und Vereinsleben fördern. Daher gibt es im Trainingslager auch keinen Fernseher. Und wenn wir zusammen sind, bleibt das Handy aus. Wichtig sind bei uns aber auch Spiel und Spaß“, sagt Popovic, der im Sommer mit drei finalen schriftlichen Prüfungen sein Studium der politischen Wissenschaften und Journalismus abschließen wird. Danach will er den nächsten Deutschkursus absolvieren und dann möglichst seinen Master machen.

Für die Arbeit mit dem Nachwuchs hat er auch noch Pläne. „Das Ziel ist es, dass der Großteil der ersten Mannschaft irgendwann aus der eigenen Jugend kommt. Der ASCD soll die Adresse für junge Spieler sein“, sagt er.