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Stefan Janßen mit dem Remis nicht zufrieden.

Fußball : Am Ende reicht ein 2:0 für den VfB nicht aus

Fußball: Erstmals in dieser Saison gibt Oberliga-Spitzenreiter VfB Homberg nach einer Führung zwei Punkte aus der Hand.

Dass die Kicker des VfB Homberg Rückstände aufholen und drehen können, haben sie – auch in der aktuellen Saison – schon öfter bewiesen. Auch an der Feuerbachstraße war den Hombergern dies schon mit einem 4:3-Sieg nach 1:3-Rückstand am finalen Spieltag der letzten Saison gelungen. Beim Wiedersehen an der Spielstätte von TuRU Düsseldorf kam es am Sonntag für den VfB Homberg jedoch zu einem Novum in der aktuellen Saison. Beim 2:2 (0:1) in der Landeshauptstadt gab der weiterhin ungeschlagene Spitzenreiter der Oberliga erstmals nach eigener Führung noch zwei Zähler aus der Hand.

Bis zur 78. Minute hatte der VfB nach Treffern von Jerome Manca (52.) und Dennis Wibbe (67.) noch wie der sichere Sieger ausgesehen. Doch dann machten Tim Galleski und Christopher Krämer (81.) dem Ligaprimus noch einen Strich durch den elften Saisonsieg.

Damit hatte auch Stefan Janßen dann auch nicht mehr gerechnet. „Das Unentschieden fühlt sich wie eine klare Niederlage an“, sagte der Coach, der mit der nötigen Portion Respekt zum bis dato Tabellen-Sechsten gefahren war. „Vor dem Spiel hätte ich einen Punkt sofort mitgenommen, aber im Nachhinein sind es zwei Punkte zu wenig.“ Und das machte der Trainer nicht nur an der Torfolge fest. „Bei so einem Spielverlauf, haushoher Überlegenheit, den vielen und guten Chancen, die wir uns herausgespielt haben, müssen wir als Sieger vom Platz gehen“, stellte Janßen klar. „Aber so ist es halt, wenn du die Tore nicht machst und der Gegner Moral zeigt.“

Dass Moral nicht nur eine wichtige Charaktereigenschaft seiner Elf ist, bekam diese nach zwei langen Bällen der Düsseldorfer diesmal selbst zu spüren. „Verteidigen kann man Gegentore immer“, so Janßen, „aber das hatte mehr mit Willen und auch etwas Glück zu tun. TuRU hat einfach noch einmal alles nach vorne geworfen.“

Dies wiederum machten die Gäste nahezu das gesamte Spiel über – erzielten dabei aber zu wenig Zählbares. „Wir hätten schon vor dem 1:0 und auch nach dem 2:0 Tore erzielen können, wenn nicht müssen“, so Janßen. In der ersten Halbzeit pfiff zudem Schiedsrichter Marco Lechtenberg sowohl Danny Rankl als auch Jerome Manca als vermeintliche Torschützen wegen Abseits zurück, nach der Pause erkannte er aus gleichem Grund auch den Treffer von Torsten Kogel nicht an. „Fragwürdig war es meiner Meinung nach bei allen drei Treffern“, so Janßen, „bei Manca war es definitiv kein Abseits.“

Gegen das sehenswerte Tor des Außenspielers durch einen Schuss aus spitzem Winkel ins kurze Eck hatte aber auch Lechtenberg keine Einwände. Zum 2:0 staubte Dennis Wibbe nach einem Schuss von Jonas Haub ab.

Auch wenn die Homberger diesen Vorsprung noch verspielten, reichte es, den Vorsprung auf Platz zwei auszubauen. Der 1. FC Bocholt verlor nach 1:0-Führung mit 1:2 gegen Union Nettetal – und kommt an Allerheiligen so mit sechs Punkten Rückstand zum Spitzenspiel nach Homberg.