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Aus Den Vereinen: Startschuss in eine neue Amtszeit –Hering bleibt SSB-Vorsitzender

Aus Den Vereinen : Startschuss in eine neue Amtszeit –Hering bleibt SSB-Vorsitzender

Franz Hering bleibt oberster Sportsmann in der Stadt. Während der Mitgliederversammlung des Stadtsportbundes Duisburg bestätigten die Vertreter der 93 Vereine und Fachschaften im SSB den seit 2005 tätigen Vorsitzenden für weitere drei Jahre einstimmig im Amt.

Die Stimmberechtigten verlängerten ebenfalls das Mandat von Dr. Gerd Görtz und Paul Hoffmann als Stellvertreter. Neu in diesem Amt ist Otto Schulte, Präsident des Kanu-Regatta-Vereins Duisburg. Er übernahm für den schwer erkrankten Harald Kühne die Aufgabe eines Stellvertreters. Weil Satzungsänderungen derzeit im Trend liegen, gab sich auch der SSB ein runderneuertes Statut, das die über 40 Jahre alten Vorgaben ablöst. Der Stadtsportbund hat seine Satzung auf Basis eines Musters, vorgelegt vom Landessportbund, verschlankt.

Gleich zu Beginn setzte der SSB gemeinsam mit Oberbürgermeister Sören Link ein Zeichen für den Sport. Der Dachverband der 500 Vereine mit etwa 100 000 Mitgliedern schloss noch vor den Wahlen einen Pakt für den Sport. Vertragspartner ist die Stadt Duisburg, die zusichert, den Sport "angemessen weiter zu fördern und die Sportstätten kostengünstig zu nutzen."

Dem guten und nun auch schriftlich fixierten Willen steht, wie auch Franz Hering in seinem Rechenschaftsbericht darstellte, die klamme Kasse der Stadt gegenüber. Dabei mache der Sport im Gesamthaushalt der Stadt lediglich 1,7 Prozent aus. "Große Sprünge werden wir nicht machen können", sagte Hering und befand sich damit im Einklang mit dem OB. Sören Link hatte dem SSB und den Vereinen für ihren Einsatz gedankt. Mit Blick aufs Konto sagte er: "Großartige Impulse zu setzen, wird schwierig." Aber er sagte auch: "Wir sitzen alle in einem Boot."

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Daraus entwickelte Hering Ideen und Perspektiven für die kommenden drei Jahre. Die Sportentwicklung bleibe die Hauptaufgabe des Stadtsportbunds. Da geht es nicht nur um schnelle Beine, sondern auch um Steine. Der Stadtsportbund will dazu beitragen, dass mit Hilfe von Landesmitteln eine neue Sporthalle gebaut wird. Zum Bereich Steine gehört ebenfalls der Ausbau der Geschäftsstelle direkt im Sportpark. Franz Hering konnte die Investition leicht begründen: Der SSB habe seine Aufgabenstellung erweitert. Dazu brauche es dann auch zusätzliche Aktionsflächen. Wirtschaftlich präsentierte sich der SSB durchaus fit. Knapp fünf Millionen Euro nahm der Dachverband im vergangenen Jahr ein und konnte einen Überschuss von etwa 170 000 Euro erzielen.

Uwe Busch, der das erkrankte Vorstandsmitglied Dr. Gerd Görtz beim Blick in die Bücher vertrat, verwies auf Rückstellungen im Personalbereich, die man bei einer Verantwortung für 200 Mitarbeiter vornehmen müsse. Busch fasste die Haushaltslage so zusammen: "Wir sind nicht reich. Wir sind gesund."

(kew)