Lokalsport: Stadtsportbund kündigt neue Zeitrechnung an

Lokalsport : Stadtsportbund kündigt neue Zeitrechnung an

Der SSB-Vorstand zog seine Jahresbilanz. Der Bau einer Mehrzweckhalle in Sportpark-Nähe steht weiterhin auf der Agenda.

Halbzeit. Vor anderthalb Jahren übernahm Rainer Bischoff den Vorsitz beim Stadtsportbund Duisburg, die Hälfte der Amtszeit ist nun rum. Nach dem Spielstand gefragt, sagt Bischoff: "Es steht 2:0 für uns." Der SPD-Landtagsabgeordnete will mit seinem Team in der zweiten Halbzeit weitere Tore schießen.

Als Erfolg schrieben sich die SSB-Funktionäre bei der gestrigen Bilanzpressekonferenz den Abschluss der neuen Pachtverträge zwischen der Sportverwaltung und den Vereinen, die ehemalige Bezirkssportanlagen betreiben, auf die Fahne. 15 von 16 Verträgen sind unterzeichnet, und auch beim Nachzügler - Viktoria Beeck - soll ein unterschriftsreifes Papier vorliegen. Zudem begleitete der Sportbund mehrere Planungen von neuen Platzanlagen - insbesondere an der Warbruckstraße, in Meiderich bei der DJK Lösort und in Ruhrort, wo laut SSB jetzt wieder eine Kooperation zwischen dem VfvB Ruhrort/Laar und dem SV Laar 21 möglich ist.

Was alles möglich ist, wird das Jahr 2018 zeigen. Dann bricht im Duisburger Sport allein schon durch den Dienstantritt des neuen Sportdezernenten Ralf Krumpholz eine neue Zeitrechnung an. Defensiv formuliert: Diesen Namen hatte der Stadtsportbund nicht auf dem Zettel gehabt, als es um die Nachfolge von Reinhold Spaniel ging. Rainer Bischoff will dem neuen Mann mit offenen Armen begegnen. "Auf den Schreck folgt die Chance", sagte Bischoff gestern und unterstrich in diesem Zusammenhang: "Wir sind sportpolitisch hervorragend aufgestellt."

Im Januar soll es zeitnah Gespräche zwischen der SSB-Spitze und dem neuen Dezernenten geben. Überdies hat Krump-holz eine Einladung zum Hallenfußball-Stadtpokal-Turnier erhalten. Im nächsten Jahr will der Stadtsportbund auch das Projekt Mehrzweckhalle weiter vorantreiben. "Es ist Bewegung in die Sache gekommen, es wird über dieses Projekt nun ernsthaft nachgedacht", sagt Bischoff. Die Idee liegt seit 2011 auf dem Tisch - da hört es sich nach einem sehr zähen Prozess an, wenn bei der Stadt nun über die Machbarkeit des Projektes nachgedacht wird.

Doch Bischoff hält dagegen: "Wir sind so weit wie noch nie." Der Stadtsportbund bevorzugt weiterhin eine Veranstaltungshalle mit einer Zuschauer-Kapazität von "5000 plus x" im oder in unmittelbarer Nähe zum Sportpark Wedau. Die Idee, dass durch den Umbau der Eissporthalle so eine Halle entstehen könne, ist wohl vom Tisch. Bischoff: "Dieser Gedanke genießt bei der Stadt offenbar keine Priorität mehr." SSB-Geschäftsführer Uwe Busch ergänzt: "Durch die Nähe zur Arena gäbe es bei Heimspielen des MSV zu große Probleme mit den Parkplätzen."

Der Stadtsportbund vertritt über 433 Vereine die Interessen von 97.518 Bürgern. Das sind 19,3 Prozent der Duisburger Bevölkerung. Damit liegt Duisburg wieder unter der 20-Prozent-Marke. Das sorgt beim Stadtsportbund für keine Beunruhigung aber zumindest für Irritation. Rainer Bischoff: "Wir werden das analysieren."

(D.R./the)
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