Stadtduell zwischen FSV Duisburg und VfB Homberg

Fußball : FSV Duisburg hat gegen den VfB Homberg nichts zu verlieren

Der FSV Duisburg, Schlusslicht der Oberliga, ist im morgigen Heimspiel gegen den Spitzenreiter VfB Homberg krasser Außenseiter. Dennoch will der Underdog sich nicht hinten reinstellen. Beide Teams sind personell gut besetzt.

Die Wege von Christian Mikolajczak und Stefan Janßen kreuzten sich auf dem Fußballplatz in der aktuellen Saison bereits zwei Mal. Im Verbandspokal und in der Hinrunde der Obeerliga zog Mikolajczak mit dem VfB Speldorf zweimal den Kürzeren gegen seinen Trainerkollegen vom VfB Homberg. Morgen gibt es das dritte Wiedersehen. Und als Coach des FSV Duisburg könnte es für einige Zeit das letzte Mal sein, dass sich Mikolajczaks Weg mit dem Stefan Janßens kreuzt. Die Wege der beiden Clubs führen derzeit jedenfalls in entgegengesetzte Ligen. Am morgigen Sonntag um 15.30 Uhr empfängt das abgeschlagene Schlusslicht den souveränen Tabellenführer an der Warbruckstraße.

Mit Blick auf die Tabelle kann der VfB bei 44 Punkten mehr und einer um 79 Treffer besseren Tordifferenz in dieser Partie nur verlieren. Doch vor so einer Einstellung warnt Stefan Janßen, der nach dem sturmbedingten Spielabbruch gegen den SC Düsseldorf-West am vergangenen Wochenende – ein Nachholtermin steht noch nicht fest – und dem spielfreien Karnevalswochenende davor, vor allem darauf hofft, dass sein Team diesmal überhaupt wieder in den Genuss eines Pflichtspiels kommt.

„Zu denken, dass man so ein Spiel schon gewonnen hat, ist der erste Fehler, mit dem man in so ein Spiel gehen kann“, stellt der VfB-Coach klar. „Wir gehen so in das Spiel, als würden wir auf den Tabellenzweiten treffen: hochkonzentriert, mit viel Demut und Respekt. Es ist ein Stadtduell, das seine eigenen Gesetze hat. Wir brauchen jeden Punkt, und davon gibt es gegen den Letzten genauso viele wie gegen den Zweiten.“

Personell kann der Homberger Coach bis auf den Langzeitverletzten Julien Rybacki aus dem Vollen schöpfen. Und was das dritte Wiedersehen mit Christian Mikolajczak angeht, sagt Janßen: „Micky ist ein sehr angenehmer Trainerkollege, den ich sehr schätze. Ich weiß, wie er arbeitet und wie er in dieses Spiel gehen wird. Deswegen stelle ich meine Mannschaft auch auf ein Spiel ein, wie ich es beschrieben habe.“

Christian Mikolajczak macht sich nichts vor. „Die Rollen sind mehr als klar verteilt“, sagt der FSV-Trainer. Der Letzte gegen den Ersten – diese Konstellation ist für den Coach aber kein Grund, die Partie abzuschenken. Der Coach will morgen keinen Beton anrühren. „Es macht keinen Sinn, dass wir uns hinten reinstellen und nur verteidigen. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir uns einen Gegentreffer fangen.“

Der FSV will versuchen, selbst Akzente zu setzen und sein eigenes Spiel aufzuziehen. „Trotz brutaler Qualität ist auch Homberg verwundbar. Es ist möglich, auch gegen diese Mannschaft Tore zu erzielen“, unterstreicht der Coach, der seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen trotz bescheidener Ergebnisse eine gute Entwicklung attestierte.

Rundum zufrieden ist Mikolajczak, der ohne personelle Sorgen in das Derby geht, trotzdem nicht. Er sieht immer noch ein Mentalitätsproblem. Bei einzelnen Spielern mangele es noch am Willen. Der Coach setzt darauf, dass sich das morgen an der Warbruckstraße ändern wird. Christian Mikolajczak: „Wir spielen gegen den Tabellenführer. Und es ist ein Derby. Mehr Motivation brauchst du nicht.“