Lokalsport: Spvg. Schonnebeck für ängstliche Homberger einfach zu stark

Lokalsport : Spvg. Schonnebeck für ängstliche Homberger einfach zu stark

Stefan Janßen musste lange überlegen - um dann auf die Frage, was er an positiven Dingen aus dem Oberligaspiel gegen die Spvg Schonnebeck mitnehmen könne, zu einer ebenso kurzen Antwort zu kommen: "Nichts", sagte der Trainer des VfB Homberg nach der 0:2 (0:2)-Heimniederlage gegen die Essener trocken.

Nach dem Sieg beim ETB Schwarz-Weiß vor einer Woche erwies sich der nächste Gegner aus der Ruhrmetropole als eine Nummer zu groß für den Aufsteiger. Das erkannte der VfB-Coach ohne Umschweife an. "Schonnebeck war einfach klar besser und hat hochverdient gewonnen. Da muss man dem Gegner auch einfach mal Respekt zollen", so Janßen. "Die Kurve in Schonnebeck zeigt in den letzten Jahren steil nach oben. Ich bin sicher, dass sie die beiden Großen der Liga noch ärgern werden", zählt Janßen die Spielvereinigung nicht nur zu den "Top Five", sondern auch zu den Jägern der Topfavoriten Velbert und Uerdingen.

Kalski: "Wir waren zu ängstlich"

Das Unterfangen seiner eigenen Elf im Duell mit diesem Jäger beschrieb der Trainer vor allem mit Blick auf die erste Halbzeit als "komplett chancenlos". Und so war es auch - ein Freistoß von Marcel Kalski bedeutete den einzigen Torschuss, den die Gelb-Schwarzen vor eigener Kulisse abgaben. "Unser Spiel war in der ersten Halbzeit viel zu ängstlich, von allen", so Kalski nachher. "Ich weiß nicht, ob wir Angst vor den 1,98 Meter der Verteidiger hatten oder davor, dass einige von ihnen schon höher gespielt haben. Das ist mir ein Rätsel, denn verstecken müssen wir uns vor niemandem."

Defensiv ließ der VfB aus dem Spiel heraus eigentlich kaum etwas zu, dennoch war die Überlegenheit der Gäste nicht zu übersehen. "Wie wir die Tore bekommen, ist natürlich fast schon Slapstick", sagte Janßen vor allem zur Entstehung des 0:2, als Timo Welky einen Schuss von der Seite aus kurzer Distanz reflexartig mit dem Kopf klären möchte, den Ball aber so unglücklich trifft, dass dieser sich unhaltbar für Keeper Philipp Gutkowski in den Knick senkt (44.).

Das 0:1 resultierte aus einem wiederholt sehr weiten Einwurf von Matthias Bloch, der fast durch den gesamten 16er seine Bahn nahm, ehe Kai von der Gathen die Kugel aus der Halbdrehung ins rechte Eck bugsierte (34.)

Nach der Pause besannen sich die Gäste darauf, die Führung nach Hause zu bringen, wurden nur noch einmal mit einem Schuss von Thomas Denker gefährlich, den Gutkowski entschärfen konnte (67.). "Damit hätten sie fast zu wenig getan. Wenn wir das Tor noch machen, kann das Spiel kippen", so Janßen. Doch das Tor fiel nicht, da Jonas Rölver mit einem Schuss an Torwart André Bley scheiterte (68.), Dennis Wibbe nach einem Alleingang knapp den Kasten verfehlte (75.) und Kalski den Ball aus 18 Metern in Richtung Rhein schoss.

"Dass die Jungs es nochmal versucht haben, obwohl wir chancenlos waren, spricht für das Team", so Janßen. Etwas Positives nahm der Trainer dann also doch noch mit.

(RP)
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