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Leichtathletik: Sprintstaffel qualifiziert sich für Junioren-DM

Leichtathletik : Sprintstaffel qualifiziert sich für Junioren-DM

Das Lied, das die Leichtathleten derzeit bei ihren unterschiedlichen Auftritten gezwungen werden zu singen, erhielt am Wochenende bei den Westdeutschen Meisterschaften der Frauen, Männer, Juniorinnen und Junioren eine leidige Fortsetzung.

"Pünktlich zu den Wettkämpfen setzte auch diesmal wieder der große Regen ein", berichtete Volker Lehmberg, Trainer von Eintracht Duisburg. Das Nass von oben ging einher mit teilweise erheblichem Gegenwind, der insbesondere den Sprintern das Leben schwer machte.

Umso erstaunlicher seien die erreichten Leistungen gewesen, meinte Lehmberg. Der Eintracht-Trainer bezog dabei ganz ausdrücklich auch die Athletinnen des Rumelner TV und deren Trainer Robert Knieriem mit ein, mit denen seine Schützlinge in den Mannschaftswettbewerben eine Startgemeinschaft bilden.

Die aus A-Jugendlichen und Juniorinnen beider Klubs gebildete 4-x-100m-Staffel gewann in der Besetzung mit Julia Nepicks, Hannah Rosenbach, Silja Steinkamp und Helen Krzoska Bronze. Mit der Zeit von 48,28 Sekunden unterbot das Quartett die vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) geforderte Norm für die Deutschen Junioren-Meisterschaften, die Ende Juli in Kandel ausgetragen werden. Dieses Abschneiden mache Mut auch mit Blick auf die bald anstehenden deutschen Jugendmeisterschaften, befand Lehmberg.

Unterstützt wurde er in seiner Auffassung durch den Soloauftritt von Helen Krzoska auf der langen Sprintdistanz von 200 Metern. Die U20-Nordrheinmeisterin auf dieser Strecke unterstrich ihre derzeit starke Form mit dem vierten Platz gegen eine zum Teil bis zu vier Jahre älteren Konkurrenz. 25,29 Sekunden bei widrigen Bedingungen sind eine "erstaunliche Leistung", befand Lehmberg.

Die guten Resultate aus Eintracht-Sicht komplettierte Susanne Küllmann-Schmitz. Für die 100-m-Hürden, ihre Paradedisziplin, benötigte die angehende Medizinerin 15,57 Sekunden. Das bedeutete für sie den zweiten Platz in der Frauenklasse, wobei eine noch bessere Leistung möglich gewesen wäre, wenn der Strauchler an der sechsten Hürde sie nicht aus dem Rhythmus gebracht hätte.

Silber und Bronze für den RTV

Nicht minder erfolgreich präsentierten sich in den Einzeldisziplinen die Athletinnen des Rumelner TV im Recklingerhäuser Stadion — allen voran die U23-Athletinnen Julia Nepicks und Silja Steinkamp. Beide gewannen in ihren Disziplinen Medaillen und unterboten jeweils die DM-Norm.

Zunächst war es Steinkamp, die sich gleich im ersten Vorlauf über 100-m-Hürden bestens aufgelegt präsentierte. Sie dominierte bei zu diesem Zeitpunkt nur leichtem Gegenwind ihren Lauf und qualifizierte sich in 14,24 Sekunden auf direktem Weg für das Finale. Dort drückte die aktuelle NRW-Meisterin ihre Zeit aus der Vorentscheidung auf 14,21 Sekunden und holte ungefährdet Bronze.

Nepicks stockte die Medaillensammlung des RTV dann am frühen Nachmittag auf. Über die flache Stadionrunde benötigte sie 56,53 Sekunden, belegte bei den Juniorinnen damit den Platz zwei und musste sich nur der an diesem Tag zu starken Lena Menzel von Bayer Leverkusen (55,23) beugen.

Annika Lindau und Janine Tonscheidt, ebenfalls vom Rumelner TV, starteten in Recklinghausen auch in den Einzeldisziplinen. Während beide Sprinterinnen in den 100-m-Vorläufen hängen blieben — Lindau mit 13,15 und Tonscheidt mit 13,41 Sekunden — , behauptete sich die A-Jugendliche Lindau im Feld der Junioren-Hürdenläuferinnen recht ordentlich. Im Vorlauf war sie nach 15,35 Sekunden im Ziel, verzichtete dann aber auf einen weiteren Start.

(poe)