Lokalsport: Spiel der HSG nach zwei Verletzungen abgebrochen

Lokalsport : Spiel der HSG nach zwei Verletzungen abgebrochen

Verbandsliga: Kevin Wiedemann erwischt es erneut an der Schulter, Pascal Prchala bricht auf dem Spielfeld zusammen.

Gerade einmal siebeneinhalb Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt und vier Tore - zwei pro Seite - gefallen, als das Handball-Verbandsliga-Duell der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen beim TSV Kaldenkirchen beim Stand von 19:12 (17:10) für die Heimmannschaft abgebrochen werden musste, obwohl beide Teams sich zuvor ein faires Duell geliefert hatten. Das Spiel wurde bereits gegen die HSG gewertet, was für alle Rumelner aber absolut nebensächlich war und ist.

Erstmals unterbrochen war die Partie bereits in der ersten Hälfte nach knapp 16 Minuten beim Stand von 9:5, weil sich Kevin Wiedemann erneut an der Schulter verletzt hatte und mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Weiter ging es erst nach gut 25 Minuten, obwohl die Schiedsrichter hier der HSG bereits den Spielabbruch anboten. Doch die Mannschaft wollte trotz des ersten Schocks weitermachen. Nicht einmal acht Minuten nach der Pause erfolgte dann die zweite Unterbrechung: Pascal Prchala bekam bei einem Wurf unglücklich den Ellbogen seines Gegenspielers ins Gesicht und brach benommen zusammen, wobei er auch noch die Zunge verschluckte.

"Ich bin immer noch ein wenig geschockt, auch wenn beide - erstmal - wieder zu Hause sind. Glücklicherweise haben unser Physio Sascha Gerlach, unser Torwart Christian Gottschalk und auch der Mannschaftsarzt von Kaldenkirchen geistesgegenwärtig reagiert und Pascal so relativ schnell helfen können, auch wenn er gut zwei Minuten bewusstlos war. Der Arzt hat außerdem auch Kevin behandelt, bis der Krankenwagen da war. Ein großes Dankeschön an alle", war HSG-Trainer Peter Wiedemann auch Stunden nach dem Spiel noch angeschlagen.

Schließlich resultierten beide Verletzungen aus eigentlich fairen Abwehraktionen. Der Schock - vor allem auf Seiten der Gäste - war dann zu groß, sodass die Partie bei 37 Minuten und 24 Sekunden auf Wunsch der HSG abgebrochen wurde. Auch die Schiedsrichter konnten aufgrund der schweren Verletzungen mit dem Abbruch gut leben. Mittlerweile konnten beide Spieler das Krankenhaus wieder verlassen. Kevin Wiedemann muss sich zur genauen Diagnose der Verletzung zeitnah einer MRT-Untersuchung unterziehen, Pascal Prchala wird heute an seinen Gesichtsverletzungen operiert.

(RP)
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