Wasserball: Spandau zum Reisen zwingen

Wasserball : Spandau zum Reisen zwingen

Nach der 7:13-Auftaktpleite in der Finalserie um die Deutsche Wasserball-Meisterschaft steht der ASC Duisburg bei den Wasserfreunden bereits unter Druck. Die Berliner können mit zwei Heimsiegen den Titel perfekt machen.

Die Vorzeichen stehen denkbar schlecht. Nach der happigen 7:13-Niederlage des ASC Duisburg im Auftaktspiel der Finalserie um die Deutsche Wasserball-Meisterschaft gegen den Rekordmeister und Dauerrivalen Wasserfreunde Spandau 04, stehen die Amateure vor einem schweren Gang nach Berlin. Dennoch zeigen sich die Amateure zuversichtlich.

Lässt man die ersten zehn Minuten des ersten Finalspiels unbeachtet, so kommt man zu dem Entschluss, dass die Duisburger mit den Wasserfreunden Spandau 04 auf Augenhöhe waren. Genau das ist der Strohhalm, nach dem die Amateure vor dem zweiten und dritten Finalspiel heute (16 Uhr) und morgen (13 Uhr) in Berlin greifen müssen.

Vor dem Hintergrund der zehnminütigen Tiefschlafphase des ASCD, der dadurch mit 0:7 in Rückstand geriet und schließlich mit 7:13 verlor, ist die Sorge zumindest nicht unbegründet, dass die Amateure nur als Gratulanten in die Bundeshauptstadt fahren. "Das war eine bittere Pille. Diese Leistung ist nicht unser Anspruch. Wir haben uns wieder rangekämpft und dann erneut ganz dumme Fehler gemacht. Das müssen wir unbedingt abstellen", erklärt ASCD-Trainer Arno Troost.

Die Rechnung ist simpel. Gelingt es den Wedauern, die anfängliche Nervosität abzulegen und prompt ins Spiel zu kommen, ist auch in Berlin etwas drin. "Nun müssen wir schauen, was noch geht. Wir werden jedenfalls nach Berlin fahren und dort versuchen, gute Ergebnisse zu erzielen. Ob es zu einem Sieg reicht, werden wir sehen. Wie in den vergangenen Jahren ist es das absolute Minimalziel, Spandau noch mal zu uns reisen zu lassen.

Daran werden wir weiterhin glauben und alles dafür tun", gibt sich Arno Troost zuversichtlich, dessen Team von zahlreichen Fans nach Berlin begleitet wird. Gewinnen die Amateure mindestens ein Spiel in Berlin, steigt am kommenden Mittwoch das vierte Duell. Dann jedoch wieder im ASCD-Vereinsbad in Wedau. Dass mit dem erkrankten Julian Real der wichtigste Verteidiger der Amateure fehlt, ist keine Ausrede. Die Mannschaft hat in der zweiten Hälfte des ersten Finalspiels bewiesen, dass sie den Ausfall kompensieren kann.

Dennoch überrascht es wenig, dass die Spandauer den Sekt bereits kaltgestellt haben. Nach ihrer äußerst souveränen Vorstellung im ASCD-Vereinsbad ist sich der Rekordmeister seiner Sache sicher.

Nach Spielschluss des dritten Spiels am Sonntag soll ab 14 Uhr mit einer rauschenden Party der 32. Titelgewinn seit 1979 gefeiert werden. Dennoch haben die Spandauer, trotz des Sieges am vergangenen Mittwoch längst erkannt, "dass der Weg zur Meisterschaft kein Spaziergang und Selbstläufer wird, wie Spandau-Manager Peter Röhle auf der Vereinshomepage erklärte.

(tiwi)