Wasserball : Spandau schlagen

„Wir können sie besiegen“, sagt Uwe Sterzik, Trainer des Wasserball-Bundesligisten ASC Duisburg, vor dem ewig jungen Duell heute (16 Uhr) mit Rekordmeister Spandau 04.

Es ist der erste echte Höhepunkt in dieser Bundesliga-Saison. Heute empfangen die Wasserballer des ASC Duisburg Spandau 04 zum Duell der ewigen Rivalen. „Das wird höchst interessant“, blickt Trainer Uwe Sterzik der Partie im Schwimmstadion (16 Uhr) entgegen. In der Vergangenheit zogen die „Amateure“ zumeist den Kürzeren gegen die Halbprofi-Truppe des Rekordmeisters aus der Hauptstadt, die ihre alleinige Vorherrschaft jedoch eingebüßt hat. In der letzten Saison wurden die Berliner vom mittlerweile Konkurs gegangenen SV Cannstatt entthront, und auch jetzt hat die Mannschaft von Nebojsa Novoselac so ihre Schwierigkeiten. sich den Angriffen der breit aufgestellten Konkurrenz zu erwehren. Am vergangenen Wochenende gab’s beim neuen Tabellenführer Bayer Uerdingen mit dem 6:8 die erste Saison-Niederlage, wodurch Spandau hinter den ASCD auf Rang drei abgerutscht ist.

„Sie dürfen es sich, ebenso wie wir, nicht erlauben, erneut zu verlieren“, weiß Sterzik, dass dem bevorstehenden Aufeinandertreffen eine immense Bedeutung zukommt: „Jetzt ist die Zeit gekommen, um Farbe zu bekennen.“ Gut gerüstet sieht Sterzik seine Schützlinge allemal. Die Woche über wurde konzentriert und engagiert trainiert. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Abwehr-Arbeit, die der Schlüssel zum ersehnten Erfolg sein soll. „Wir dürfen ihnen keine Freiräume lassen, das nutzen sie eiskalt aus“, hofft Sterzik, die Kreise der Gäste, die in Nationalspieler Marc Politze ihren Dreh -und Angelpunkt haben, eindämmen zu können. Wichtig wird sein, dass ASCD-Center Timo Purschke an seine starken Leistungen vom vergangenen Wochenende anknüpfen und seine Mannschaftkameraden mitreißen kann. Personell können die „Amateure“ aus dem Vollen schöpfen, bei den Spandauern, deren Manager Peter Röhle felsenfest mit einem Sieg rechnet („Spandau ist ein angeschlagener Löwe und wird kein zweites Mal verlieren“), fällt Nationalspieler Eric Bukowski (Komplikationen nach Operation einer Zyste im Mundbereich) weiterhin aus.

DSV 98 steht unter Zugzwang

Nach den beiden unnötigen Niederlagen vom vergangenen Wochenende gegen Würzburg 05 und bei den Freien Schwimmern Hannover muss der Duisburger SV 98 in der Aufstiegsrunde aufpassen, nicht den Kontakt zum Spitzenduo zu verlieren. „Keine Frage, wir stehen unter Zugzwang“, macht Teamsprecher Mirko Arntzen keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft schwächelt: „Da gibts nicht zu beschönigen.“ Heute Abend (18.45 Uhr, Badezentrum Bockum) müssen die 98er unter allen Umständen zurück in die Erfolgsspur finden. Dann wird das Derby bei Krefeld 72 angepfiffen.

(RP)
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