Eishockey Sonderlob für Daniel Fischbuch

Eishockey · Der sportliche Wert hielt sich ohne Frage in Grenzen, der Spaß stand im Vordergrund: Über 1000 Zuschauer sahen 13 Tore der Eishockey-Füchse gegen einen total überforderten Krefelder Gegner.

Eishockey: Sonderlob für Daniel Fischbuch
Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA, AFP

Die Verantwortlichen der Füchse trauten der Attraktivität ihrer Mannschaft offenbar selbst nicht. Zum ersten Heimspiel in der neuen Saison öffnete der Eishockey-Oberligist am Sonntagabend zu wenige Kassen. Die Folge: In einer langen Schlange standen die Fans im herbstlichen Regen. Die Partie begann mit einigen Minuten Verspätung. Das Team von Trainer Franz Fritzmeier, der schick im Anzug an der Bande stand, entschädigte die 1003 Zuschauer für die Naturdusche und das Warten aufs erste Bully. Die Füchse spielten furios auf und gewannen ihr erstes Saisonheimspiel gegen die Preußen aus Krefeld mit 13:0 (3:0, 4:0, 6:0).

Das bot einige Unterhaltung, zumal die Hausherren gegen einen absolut hilflosen Gegner die Partie konsequent zu Ende spielte. Der Einsatz der Truppe selbst gegen eine überforderte Formation gewann dank eines ehrgeizigen Fritzmeier, der das Tempo konsequent hoch hielt, die Herzen der Fans. Das lobte auch der Coach nach der Partie und freute sich vor allem, dass die Füchse-Familie wieder beisammen sei.

Die drei Punkte halfen dem Team auf Rang vier in der Tabelle und das bei lediglich zwei gespielten Partien, während die meisten Konkurrenten bereits vier Aufgaben zu bewältigen hatten.

Der sportliche Wert hielt sich ohne Frage in Grenzen, der Spaß war aber nicht zu unterschätzen. 13 Hütten schießt ein Team nicht alle Tage. Christian Werth verhalf der Abend zu ungewohntem und unerwarteten Ruhm. Und das kam so: Daniel Fischbuch, der eigentlich beim EVD stürmen sollte, erhielt die Chance auf Weiterbildung in der DEL. Damit rückte der Hinterbänkler Franz Fritzmeier in die Reihe mit den beiden Kanadiern Clarke Breitkreuz und Matt MacKay. Der Außenstürmer sammelte vier Punkte als Assistent und traf einmal selbst. Die vielen Zuschauer auf den Rängen feierten den 22-Jährigen und der Trainer spendete ihm ein Sonderlob. So darf es getrost weitergehen mit den "hungrigen" Füchsen.

Weitere Duisburger Tore schossen: MacKay (4), Schöbel, Hanke (je 2), Gogulla, C. Ziolkowski, Breitkreuz, Schmidt.

(kew)
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