Sommernachtslauf 2018 in Duisburg: Sieger des Duisburg-Marathons am Start

Lokalsport : Sieger des Duisburg-Marathons am Start

Leichtathletik: Der Sommernachtslauf von TuSpo Huckingen steigt am Samstag. Nikki Johnstone zählt wieder zu den Favoriten. Nach dem schwachen Meldeergebnis im vergangenen Jahr werden diesmal rund 300 Sportler erwartet.

Am 1. Dezember vergangenen Jahres fiel Roman Roßmann ein großer Stein vom Herzen. Bei der WM-Auslosung landeten die deutschen Fußballer in der Gruppe F. Deshalb bestreiten Jogis Jungs ihr Auftaktspiel am Sonntag - und nicht parallel zum Sommernachtslauf, den der TuSpo Huckingen an diesem Samstag zum 21. Mal ausrichtet. "Wir mussten unseren Lauf schon weit vor der Auslosung terminieren", sagt Organisator Roßmann: "Eine Terminkollision hätte uns mit Sicherheit etliche Starter und Zuschauer gekostet."

Gut möglich, dass das schwache Meldeergebnis des Vorjahres nochmals gesunken wäre, als die Veranstaltung einmalig als Frühjahrslauf firmierte. Bei hochsommerlichen Temperaturen gingen seinerzeit nur 234 Läufer an den Start. Morgen werden es mehr sein. "Uns liegen rund 300 Meldungen vor", so Roßmann. "Das ist auch die Marke, die wir erreichen sollten, damit sich unser großer Aufwand lohnt." Kurzentschlossene können morgen bis 30 Minuten vor dem Start des jeweiligen Rennens nachmelden. Der Wetterbericht prognostiziert bestes Läuferwetter: um die 20 Grad bei leichter Bewölkung.

Nikki Johnstone hat seine Teilnahme am Mittwochabend zugesagt. Der Schotte gewann vor zwei Wochen den Rhein-Ruhr-Marathon, am letzten Samstag war er beim Neusser Sommernachtslauf über zehn Kilometer erfolgreich. Seine persönliche Bestzeit verbesserte der Vielstarter vom ART Düsseldorf dabei auf 31:14 Minuten. In Huckingen dürften ihm vor allem zwei Konkurrenten das Siegen schwer machen. Volker Goineau (LG Braunschweig) reist extra aus Berlin an, um nach seinen Erfolgen in 2016 und 2017 den Hattrick zu schaffen. Der wiedererstarkte Torsten Graw (LAZ Puma Rhein-Sieg) setzte sich Mitte Februar beim Karnevalslauf der LG Mönchengladbach gegen Johnstone durch. "Das wird spannend", sagt Roman Roßmann, der auch Fabian Dichans (Ayyo Team Essen) im Vorderfeld erwartet. Für den Zehn-Kilometer-Lauf der Frauen mag Roßmann, früher selbst Mittelstreckler der gehobenen Klasse, keine Prognose abgeben: "Da bin ich sehr gespannt, wer am Ende die Nase vorn hat." Jana Soethout, die im Vorjahr dominierte, taucht noch nicht in der Meldeliste auf.

Gleiches gilt auch für Dieter Schönlau. Der mittlerweile 78-Jährige ist Roman Roßmann bestens im Gedächtnis geblieben. "Er kam damals mit dem Fahrrad aus Mülheim, ist die zehn Kilometer in 50 Minuten gelaufen und dann wieder zurückgefahren. Das hat mich beeindruckt", sagt Roßmann, der sich am Samstag über ein Wiedersehen mit dem Langstreckler des TSV Viktoria Mülheim ganz besonders freuen würde.

(RP)