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Lokalsport: Sogolj ist der Mann, den der FSV braucht

Lokalsport : Sogolj ist der Mann, den der FSV braucht

Der kürzlich aus Homberg abgewanderte Stürmer feiert mit zwei Kopfballtreffern einen gelungenen Einstand.

Die Trikots sind jetzt weiß statt gelb, die Mitspieler tragen andere Namen, aber ansonsten macht Almir Sogolj weiterhin genau das, was er seit vielen Jahren am besten kann: Tore schießen. Ganz so, als wäre er schon immer Bestandteil des Teams beim FSV Duisburg gewesen. Zwei Treffer im ersten Spiel des neuen Mittelstürmers für den Fußball-Landesligisten zauberten ein Lächeln auf das Gesicht sämtlicher Verantwortlichen. Tenor: Das ist genau der Mann, den wir gebraucht haben. Dass Gegner SV Hönnepel/Niedermörmter II beim 5:0 (4:0)-Sieg kein Maßstab für künftige Aufgaben war, sei der Fairness halber auch erwähnt.

Der Mann, auf den sich die Augen der knapp 400 Besucher mehrheitlich richteten, sah es ähnlich. "Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen. Der VfL Repelen wird am Donnerstag ein ganz anderes Kaliber. Und Sonsbeck am Sonntag darauf erst recht", sagte Almir Sogolj, dessen Arbeitstag nach 83 Minuten beendet war. Die Bilanz bis dahin konnte sich sehen lassen: Kopfballtor zum 1:0, Kopfballtor zum 3:0. "Und das mit so einer Seelenruhe", meinte sein Trainer Heiko Heinlein anerkennend. Genau das, was den FSV-Angreifern so lange abgegangen war. Sogoljs Zwischenfazit nach nicht einmal einer Woche an der Warbruckstraße: "Ich fühle mich wohl."

Insgesamt verlebten die Gastgeber einen extrem entspannten Tag gegen einen Neuling, der in dieser Verfassung ein klarer Kandidat für das untere Tabellendrittel ist. Von Beginn an war eine hohe Konzentration spürbar - und der Wille, nicht noch einmal so einen Patzer zu produzieren wie vor Wochenfrist in Straelen, als aus einer 2:0-Führung in den letzten drei Minuten noch ein 2:2 wurde.

Sogoljs Führungstreffer aus der 22. Minute folgte drei Zeigerumdrehungen später das 2:0 durch Adrian Rakowski, der Luca Plum den Ball am Strafraum klaute und eiskalt abschloss. In der 30. Minute erlaubte sich Hö-Nies Kurt Etuk im FSV-Strafraum eine Schwalbe und sah die gelb-rote Karte. Daniel Beine, dem Spielertrainer der Kalkarer, platzte auf der Bank der Kragen. "Ist das ein Scherz, was Ihr da macht?", wollte er vom Schiedsrichter-Assistenten wissen. Da hätte er eher bei seinem Team nachfragen sollen.

In Unterzahl hatten die Gäste dann bis zur Pause gar nichts mehr zu bestellen. Vier Minuten nach der Ampelkarte konnte Tim Wiederhold im Strafraum unbedrängt auf Almir Sogolj flanken, der ebenso frei den Kopf hinhielt und das 3:0 folgen ließ. Die starke erste Halbzeit wurde passend abgeschlossen, als Andrej Walter unmittelbar vor dem Pausenpfiff in den Lauf von Can Ucar passte, der knallhart zum 4:0 einschoss.

Der Rest des Spiels: nicht der Rede wert. "Ich hatte den Jungs in der Pause gesagt, dass sie so weiterspielen sollen, aber sie haben mir wohl nicht richtig zugehört und lieber zwei Gänge zurückgeschaltet", meinte Trainer Heiko Heinlein nachher. So gab's nur noch zwei Höhepunkte zu verzeichnen: einen Lattenkracher von Ali Basaran fünf Minuten vor dem Abpfiff und einen Foulelfmeter, den Adrian Rakowski in der 87. Minute zum 5:0-Endstand verwandelte.

(RP)