Skaterhockey Duisburg Ducks verlieren gegen TV Augsburg

Skaterhockey : Duisburger Nachlässigkeiten im letzten Drittel

Skaterhockey-Bundesliga: Gegen Augsburg führen die Ducks bereits mit 9:4, plötzlich heißt es 9:7. Am Ende reicht es zum 10:7.

Gordon Kindler war schlecht gelaunt. Ach was, schlecht gelaunt. „Ich bin stinksauer“, sagte der Trainer des Skaterhockey-Bundesligisten Duisburg Ducks. Klingt eigenartig, denn die Enten hatten ihr Heimspiel gegen den TV Augsburg gerade gewonnen. Mit 10:7 (2:0, 4:1, 4:6). Die Drittelergebnisse deuten bereits an, was da der Stimmungskiller war. Mit 8:2 hatten die Ducks in der 44. Minute geführt, ehe zu viel Zufriedenheit dafür sorgte, dass die Arbeit nicht mehr konsequent erledigt wurde. „Das fing schon im zweiten Drittel an“, sagte Kindler, der aber auch betonte: „Dieser Sieg ist zu 100 Prozent verdient.“

Im ersten Drittel ließen die Enten defensiv wenig zu – und das, was gegen Ende des Abschnitts durchkam, fing Torhüter Jakob Theis souverän weg. Zunächst hatte Paul Fiedler in Überzahl getroffen, dann Kevin Wilson per Distanzschuss. Die ersten 20 Minuten waren ein souveräner Auftritt der Duisburger. Und es ging genauso weiter: Basti Loch erhöhte nach Wiederbeginn lässig per Rückhand auf 3:0, ehe eine Unkonzentriertheit zum ersten Gegentreffer führte. Als Kevin Wilson den Ball per Schlagschusshammer ins Netz jagte, schien alles seinen Gang zu nehmen. Nach dem 5:1 von Philip Müller wechselten die Gäste schließlich den Torhüter. Doch kurz darauf traf Lennart Pakmor bereits nach Rebound zum 6:1 (31.). Danach ließen es die Hausherren allerdings schleifen, weitere Treffer fielen bis zur zweiten Pause nicht mehr.

In den letzten 20 Minuten war es mit der Konzentration dahin. Zwar markierte Sebastian Schröder in der 48. Minute das 9:4, doch bis zur Schlussminute kamen die Augsburger auf 7:9 heran und nahmen noch einmal den Torhüter für einen weiteren Feldspieler heraus. Dieser Schachzug ging im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten los: Oliver Dotterweich unterlief ein Eigentor ins leere Netz, das Philip Müller gutgeschrieben wurde. Letztlich führten sich die Ducks selbst vor Augen, dass es schnell in die falsche Richtung läuft, wenn nicht jeder seine Arbeit zu 100 Prozent erledigt. Sozusagen ein hilfreiches letztes Drittel für den Trainer. „So kann man es natürlich auch sehen“, nahm es Kindler mit einem Augenzwinkern.

Am Samstag (19 Uhr) geht es für die Ducks mit einem Auswärtsspiel bei den Bissendorfer Panthern weiter. Tags darauf spielen die Enten dann zu Hause gegen Samurai Iserlohn (Sonntag, 15 Uhr, Sporthalle Süd).

Duisburg Ducks – TV Augsburg 10:7 (2:0, 4:1, 4:6).
Tore:
1:0 (9:18) Fiedler (Linde/4-3), 2:0 (10:54) Kevin Wilson (Marten), 3:0 (21:56) Loch (Schlie), 3:1 (23:40) Dotterweich (Gläsel), 4:1 (28:36) Kevin Wilson, 5:1 (29:14) Müller (Fiedler), 6:1 (30:32) Pakmor (Sascha Wilson), 6:2 (40:37) Bullnheimer (Gläsel), 7:2 (41:30) Fiedler (Schröder), 8:2 (43:17) Behlau, 8:3 (45:05) Vogt, 8:4 (45:21) Glasner (Vogt), 9:4 (47:54) Schröder (Fiedler), 9:5 (51:52) Gläsel (Girsig), 9:6 (56:22) Konradsheim (Dotterweich), 9:7 (59:22) Gläsel (Dotterweich), 10:7 (59:37) Müller (ENG).
Strafen: Duisburg 4, Augsburg 8.

(the)
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