Lokalsport: Sieg des ASCD hat mit Wasserball wenig zu tun

Lokalsport : Sieg des ASCD hat mit Wasserball wenig zu tun

Bundesliga: Spektakuläres 14:13 gegen Bayer Uerdingen.

Spektakulär war es und nervenaufreibend obendrein. Auch 24 Stunden nach dem Auftaktspiel des ASC Duisburg gegen Bayer Uerdingen in der Deutschen Wasserball-Liga hatte Arno Troost das Geschehen nicht ganz verdaut. "Das war ein unsäglicher Tag und sehr anstrengend", seufzte der Trainer des ASCD und spielte damit vor allem auf die psychischen Anstrengungen an, die dieser wilde Ritt mit sich gebracht hatte. Mit 14:13 (4:3, 4:4, 1:2, 5:4) entschieden die Amateure das Duell mit dem linksrheinischen Nachbarn für sich.

Als eine erste Standortbestimmung konnte diese Begegnung für das junge Team von der Wedau jedoch nicht dienen. Schon im zweiten Viertel war nämlich der Matchplan dahin. Nach knapp fünf Minuten beim Stand von 6:4 für den ASCD hatte Schiedsrichter Mirco Arntzen das Spiel auf den Kopf gestellt, als er Torhüter Stefan Popovic des Wassers verwies (Rolle mit Ersatz). Der ASCD, auf der Torhüterposition durch Verletzungen aktuell arg gebeutelt, hatte keinen Ersatz und schickte nach langem Hin und Her Veljko Stanimirovic zwischen die Pfosten. "Er war das Bauernopfer, hat aber am Ende sogar noch den einen oder anderen Ball gehalten", berichtete Arno Troost.

Beim Stand von 8:9 - der ASCD hatte schon mit 8:5 geführt - drohte die Partie zu kippen, "dann haben wir uns aber wieder reingebissen", so Troost. Sekunden vor Schluss gelang Dennis Eidner noch die Entscheidung. "Die letzte Überzahl-Situation haben wir hervorragend gespielt. Da haben wir so lange gewartet, bis die freie Situation da war und Dennis getroffen hat", erzählte Troost, der sich insgesamt mehr von diesem ersten Auftritt erhofft hatte. "Die Moral war top, da kann man nichts sagen. Wir können nur noch immer nicht sagen, wo wir stehen. Dieses Spiel müssen wir komplett ausklammern, denn mit Wasserball hatte das wenig zu tun."

Tore: Dennis Eidner, Jan Bakulo (je 4), Nils Illinger, Nick Möller (je 2), Tobias Gietz, Stratos Manolakis.

(RP)
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