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Leichtathletik: Sicherheit hat Priorität beim Winterlauf

Leichtathletik : Sicherheit hat Priorität beim Winterlauf

Der veranstaltende ASV Duisburg musste einige Auflagen erfüllen und hat die Ausgabe der Startnummern geteilt.

Der morgendliche Blick aus dem Fenster ist für viele der obligatorische Start in den Tag. In kürzester Zeit steht fest, inwieweit der Tag geplant werden kann. Für Felix Brüll ist das Ritual am frühen Morgen derzeit von besonderer Bedeutung. Der erste Vorsitzende des ASV Duisburg und sein Organisationsteam hoffen und bangen vor dem Start der 29. Nike Winterlaufserie am Samstag, 8. Februar im Sportpark Wedau auf "gutes Laufwetter". Das müssen keine sommerlichen Temperaturen sein, aber die Rahmenbedingungen sollten stimmen. Im Vorjahr machte das Wetter den "Duisburger Plattfüßen" mit Schnee, Eis und bitterer Kälte zu schaffen.

Dass der erste Lauf der Serie vor genau einem Jahr überhaupt stattfand, wirkte für viele Läufer wie ein kleines Wunder. Ein spontan zusammengerufenes Team machte sich seinerzeit an die mühsame Arbeit, die Hauptwege entlang der Regattabahn und die Straßen rund ums Stadion halbwegs eisfrei zu machen. Die Wirtschaftsbetriebe der Stadt leisteten mit Streuwagen die Vorarbeit, die Helfer des ASV mit Hacken und Spaten bis in die frühen Abendstunden die notwendigen Feinarbeiten. Der Startschuss fiel, wie auch bei den vorangegangenen 27 Ausgaben, nicht aus, und 4168 Läufer trotzten den widrigen Bedingungen rund um die Strecke.

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Die Wetterlage wirkt 2014 deutlich entspannter. Dennoch hat der ASV nicht weniger zu tun. Vor dem Start Deutschlands größter Laufserie gab es etliche Hausaufgaben zu erledigen, um alle neuen Vorschriften und Auflagen einhalten zu können. Kein leichtes Unterfangen für die ausnahmslos ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Ausdauersportvereins. Doch mit der Erfahrung von 84 Wettkampfausrichtungen schaut man beim ASV beruhigt dem ersten Start der Winterlaufserie entgegen: "Die Sicherheit aller Beteiligten steht an erster Stelle und musste in einem Sicherheitskonzept manifestiert werden. Sonst hätten wir die Veranstaltungsgenehmigung nicht bekommen", erklärt ASV-Pressesprecher Friedhelm Abel.

Neben den neuen Auflagen hat der ASV eigenständig eine Maßnahme ergriffen, um Gedränge zu vermeiden: Die Ausgabe der Startnummern wird erstmals je zur Hälfte auf zwei Standorte (Turnhalle/Sportamt) verteilt. Diese getrennte Ausgabe ist umso wichtiger, da der vor Jahren gefasste Plan, auch den Zehn-Kilometer-Lauf der Großen Serie in einem Startfeld stattfinden zu lassen, erstmals umgesetzt werden kann.

Starten werden die gemeldeten 5799 Sportler wie immer vom Parkplatz vor der Schauinsland-Arena. Für den Zieleinlauf im Leichtathletikstadion stehen die Zeichen gut, aber: "Sollte eine extreme Kältewelle kommen und die Laufbahn mit viel Schnee und Eis bedecken, wird das Stadion von der Stadt nicht freigegeben. Dann wird das Ziel wieder auf der Margaretenstraße aufgebaut", erklärt Abel.

(knue)