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Handball: SG kassiert Klatsche von Korschenbroich

Handball : SG kassiert Klatsche von Korschenbroich

Der Handball-Drittligist verliert zu Hause 19:30. Trainer Förderer ist froh, dass die Saison bald vorbei ist.

Das Drittliga-Heimspiel gegen den TV Korschenbroich hatte aus Sicht der gastgebenden SG OSC Löwen Duisburg nur sehr, sehr wenig Positives zu bieten. Nach 60 ernüchternden Spielminuten mussten sich die Duisburger Handballer dem Tabellenvierten mit 19:30 (8:13) geschlagen geben. Geschwächt von zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen, konnten einem die verbleibenden Akteure im Trikot der Löwen zwischenzeitlich fast schon leid tun. Die Schützlinge von Trainer Jörg Förderer hingen sich zwar trotz der schwierigen Personalsituation voll rein, doch vor allem in der Offensive wirkten sie ob der vielen Ausfälle viel zu harm- und ratlos.

"Von einem Debakel möchte ich trotz des deutlichen Ergebnisses nicht sprechen. Meine Jungs haben alles gegeben. Das kann man ihnen nicht absprechen", betonte Förderer, ergänzte aber wohlwissend: "Unsere Leistung im Angriff ist momentan mangelhaft. Mit nur 19 Treffern kann man kein Heimspiel gewinnen Wir wollten unseren Zuschauern noch mal ein gutes Spiel ein bieten. Das ist uns heute leider absolut nicht gelungen."

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Bereits die Vorzeichen standen nicht gut, dass es im dritten Anlauf in dieser Saison - zuvor gab es im Hinspiel sowie im HVN-Pokal zwei Niederlagen - zu einem Erfolg gegen den TV Korschenbroich reichen würde. Neben Sebastian Janus (Knorpelschaden) und Michael Heimansfeld (Wasserablagerung in der Schulter) mussten kurzfristig auch Torwartroutinier Matthias Reckzeh, der sich im Abschlusstraining voraussichtlich einen Rippenbruch zugezogen hat, und Dennis Backhaus, dessen Verstauchung in der Hand einen Einsatz doch noch verhinderte, passen. Dementsprechend schmal war der Kader, mit dem die OSC Löwen antraten. Es wurde schnell klar, dass es für die Duisburger SG ein schwieriges Unterfangen werden würde. Nach zehn Minuten hatten die Gastgeber gerade einmal zwei Tore geworfen. Die Durchschlagskraft von Heimansfeld fehlte im Rückraum an allen Ecken und Enden. Bis zur Halbzeit erhöhte Korschenbroich auf 13:8.

So richtig dicke kam es für die OSC Löwen aber erst in der zweiten Hälfte. Da sah es zwischendurch so aus, als geriete die Partie zu einem Fiasko. Zehn Minuten vor dem Ende gerieten die Hausherren mit 13:27 in Rückstand. Zu allem Überfluss kassierte Marcel Wernicke in der 46. Minute auch noch eine mehr als fragwürdige rote Karte. Die Schiedsrichter, die in der Summe eine schwache Leistung zeigten, stellten ihn vom Platz, nachdem er einen Siebenmeter gegen den Kopf des Korschenbroicher Torhüters geworfen hatte. Förderer: "Diese Entscheidung ist für mich nicht nachvollziehbar. Das war kein harter Wurf." In der Schlussphase betrieb der OSC Schadensbegrenzung und verkleinerte den Rückstand.

Backhaus, der das Spiel ob seiner Verletzung vom Spielfeldrand aus verfolgen musste, sagte: "Es ist nie schön, nicht helfen zu können. Vor allem wenn die Teamkollegen ratlos wirken." Backhaus hofft, beim letzten Spiel gegen den Neusser HV wieder auflaufen zu können. Eine MRT-Untersuchung soll am Dienstag für Klarheit sorgen. Förderer hofft auf eine Rückkehr von "Backi": "Wir pfeifen aus dem letzten Loch. Wir können froh sein, dass die Saison sich dem Ende entgegen neigt."

Tore: Handschke, Wernicke, Brüren (je 4), Flemmig (3), Ginters, Biermann (je 2).

(tob)