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Eishockey: Schöbel schießt EVD ins Finale

Eishockey : Schöbel schießt EVD ins Finale

Der Duisburger machte mit seinem Treffer in der Verlängerung den 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 1:0)-Erfolg des EV Duisburg bei den Dortmunder Elchen perfekt. Damit spielt der EVD im ersten Finalspiel am Samstag in Bad Tölz um den Aufstieg.

Aller schönen Dinge sind drei. Drei Mal ging der Eishockey-Oberligist EV Duisburg im vierten Playoff-Halbfinalspiel in Führung. Und genau dieser dritte Moment bescherte den Füchsen das Endspiel um den Aufstieg in die zweite Liga gegen Bad Tölz. Mats Schöbel erzielte in der Overtime das 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 1:0) und schickte vor 1828 Zuschauern die Elche aus Dortmund in der 67. Minute per sudden death in die Ferien.

Auf dem Eis des Gegners tanzten die Füchse — und die Fans feierten Trainer Franz Fritzmeier und tanzten Walzer mit Torhüter Björn Linda, der sich und seiner Mannschaft den Sieg festgehalten hatte. Lange feiern kann der EVD nicht. Am Samstag geht es nach Tölz, und dann beginnt der nächste Krimi.

Das vierte Spiel der Serie ließ den Fuchs lange auf der Rasierklinge tanzen. Dortmund machte Druck, ließ zu jeder Sekunde wissen, dass sie morgen unbedingt ins fünfte Spiel wollten. Anders als im ersten Spiel im Schatten des Westfalenstadions hielt die Mannschaft von Trainer Franz Fritzmeier energischer dagegen und die Partie bis in die Verlängerung offen.

Das kleine Glück zu Beginn der Partie konnte der Fuchs jedoch weder versilbern noch vergolden. Es waren gerade 100 Sekunden gespielt, da schnappte sich Alexander Preibisch die Scheibe und transportierte sie als Eilpaket ins Tor. Die 500 mitgereisten Füchse-Fans jubelten, während Dortmunds Goalie Benjamin Finkenrath sich fragte, ob mit einer etwas flinkeren Fanghand was zu retten gewesen wäre.

Allzu lange durfte sich der Gast über die frühe Führung nicht freuen. Branislav Pohanka (4.) nutzte alle Freiheiten zum Schuss und traf von rechts zum Ausgleich. Nun war es an Björn Linda im Füchse-Tor verlegen mit den Achseln zu zucken. Ob Fehler oder nicht — der Goalie hielt sich damit nicht lange auf.

Das war gut so, denn es boten sich reichlich Gelegenheiten, das vorhandene Können in höchster Not zu beweisen. Dortmund ging auch ohne Frank Petrozza, der zu seiner kranken Mutter nach Kanada geflogen war, das hohe Tempo der Füchse mit. Zudem setzten die Hausherren auf spielerische Klasse. Nils Liesgang und Pohanka ließen kaum eine Schicht aus. Gleich zu Beginn des Mitteldrittels erhöhte die Elche noch einmal ihre Schlagzahl. Das Bollwerk hielt, schwankend, taumelnd, aber es hielt.

Es kam sogar noch schöner: Daniel Huhn legte zu Beginn des Schlussdrittels für Norman Hauner (43.) auf, der fast von der blauen Linie die Füchse erneut in dFührung brachte. Jetzt kontrollierte der EVD das Spiel, die Hausherren schienen nach zwei kräftezehrenden Dritteln tüchtig in die Tüte atmen zu müssen. Pohanka (44.) klopfte den Puck gegen den Pfosten. Mehr ging nicht.

Die Füchse versäumten jedoch, das Ticket zum Endspiel zu buchen. Die Strafe folgte auf dem Fuß: Eine Einzeltat brachte die Dortmund zurück ins Geschäft. Philipp Michl (50.) fuhr hinter dem Tor herum und schoss die Scheibe zum Ausgleich ins Tor. Also wurde weiter gezittert: Noch eine Überzahl für den EVD auf der Zielgeraden, ein Treffer von Dennis Fischbuch, der wegen Torraumabseits nicht gegeben wurde und ab ging's in die Overtime.

(kew)