Schlechte Bedingungen für den 1. FC Hagenshof

Fußball : 1. FC Hagenshof macht sich große Sorgen um seine Zukunft

Der Trainingsbetrieb ist derzeit sehr eingeschränkt. Unter anderem nimmt die geschlossene Turnhalle den Fußballern die Möglichkeit, sich zu duschen.

Carsten Kemnitz macht sich Sorgen. Nicht so sehr um die sportliche Situation, denn der Klassenerhalt ist dem 1. FC Hagenshof in der Gruppe 3 der Fußball-Kreisliga B kaum noch zu nehmen – zumindest nicht auf normalem Weg.

„Ich hoffe nur, dass wir die Saison irgendwie zu Ende bringen können. Einmal sind wir ja schon nicht angetreten“, sagt Kemnitz, der Sportlicher Leiter bei Adler Osterfeld ist, zur Rückrunde bei seinem alten Verein in Obermeiderich aber wieder als Trainer eingesprungen ist.Der Grund: Die Turnhalle der Schule an der Wiesbadener Straße hatte gebrannt. Seither ist kein Training auf der Hagenshofer Anlage mehr möglich. „Es sei denn, man wollte von den Jungs verlangen, dass sie sich völlig verschwitzt in den Bus setzen und so nach Hause fahren“, sagt der Coach. Denn die FCH-Kicker nutzen die Turnhalle, um dort zu duschen. „Ich konnte bei Adler Osterfeld Trainingszeiten besorgen“, sagt Kemnitz.

Das Problem: „Nur zwei unserer Spieler haben einen Führerschein. Da ist es praktisch unmöglich, alle Jungs zum Training nach Osterfeld zu bringen.“ Seine Heimspiele darf der FCH auf der Anlage des SV Genc Osman austragen. „Dafür sind wir sehr dankbar. Leider sind aber dort keine Trainingszeiten mehr frei.“

Diese Situation sorgt dafür, dass die Hagenshofer praktisch ohne Training in die Spiele gehen müssen, was den Frust vergrößert. So fiel bereits das Spiel am 24. März in Lohberg aus. „Auch am vergangenen Wochenende war es knapp“, sagt Kemnitz. Tritt der 1. FC Hagenshof zwei weitere Male nicht an, wird er disqualifiziert – und steigt damit in die Kreisliga C ab. „Dann hier noch etwas Neues aufzubauen, wäre verdammt schwierig“, sagt der Coach.

Jürgen Dietz kennt das Problem natürlich auch. „Die Halle wird vom IMD betrieben, die natürlich bereits die Bauarbeiten an der Halle durchführen lässt“, sagt der Leiter von Duisburg-Sport. „Wir haben die Kollegen vom IMD erst vor wenigen Tagen noch einmal kontaktiert, um nach Möglichkeiten zu suchen, dem Verein zu helfen – mit dem Hinweis darauf, dass dies existenziell ist. Leider ist eine Containerlösung aufgrund der Platzsituation nicht möglich.“

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