Kanu Schienenbahn an der Regatta: Wie gut sind die Videos?

Duisburg · Es kommt Bewegung in die Schienenbahn an der Regattastrecke. Ob der 2007 für mehr als 1,7 Millionen Euro installierte Schienenweg für Kameras je begehbar wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Falls nicht, muss sich die Stadt wohl an die Versicherungen halten, um den finanziellen Schaden gering zu halten.

Jürgen Dietz, Leiter des Eigenbetriebs Duisburg Sport, berichtete vom Abschluss der Tests zur Reparatur der Schienenbahn. Die Unternehmen, die die 1000 Meter lange Bahn gebaut hatten, hatten vor mehr als einem Jahr den Gerichtsprozess verloren. Die Firmen erhielten die Möglichkeit zur Nachbesserung. Auf zunächst 100 Meter fuhr in dieser Woche die Kamera über die Schiene. Jetzt will man anhand der Bilder sehen, wie gut gearbeitet wurde.

Zur Optimierung des Trainings für die deutschen Kanuten hatte die Stadt die Bahn vor sieben Jahren gebaut. Auf diesem Weg kam man auch an die Zuschüsse von über 1,5 Millionen Euro. Dann aber zeigte sich: Die Videos waren verwackelt und damit für eine Trainingsanalyse ungeeignet. Entscheidend ist nun, ob die neu angefertigten Aufnahmen den Bundestrainern wirklich weiterhelfen.

Manchmal spielt die Zeit für einen: Die Kameratechnik hat sich seit 2007 so verbessert, dass man nun auf brauchbare Aufnahmen hoffen kann. Dietz kündigte an: Er werde die Testaufnahmen den Experten vorlegen. Ihre Meinung hat bei der Einschätzung, ob auch die restlichen 900 Meter in die Spur kommen, Gewicht. Die Sichtung soll nicht lange auf sich warten lassen, denn "es geht ja jetzt nur um den Postweg". Es gilt eine DVD nach Duisburg zu schicken. Mal schauen, ob und wie die ankommt.

(kew)