Handball: Rücktritt: Ulf Peters beklagt zu geringe Trainingsbeteiligung

Handball : Rücktritt: Ulf Peters beklagt zu geringe Trainingsbeteiligung

Er hatte die Frauenmannschaft der OSC Löwen in der vergangenen Saison übernommen. Nun sucht das Team einen neuen Coach.

Schon in der vergangenen Saison kam es bei den Handballerinnen der OSC Löwen Duisburg zu einem Trainerwechsel - damals noch in der Verbandsliga. Nach dem Austritt aus der Spielgemeinschaft sollte Ulf Peters auch den Landesliga-Neuanfang als Hamborn 07 betreuen. Nun trat der Coach der Löwinnen zurück - der Grund war die zu geringen Trainingsbeteiligung.

Rainer Nick, Frauenhandball-Chef bei 07, sieht das allerdings anders. "Wir haben Spielerinnen, die beruflich als Krankenschwestern oder in Pflegeberufen arbeiten. Dazu gibt es auch Schichtdienst. Da ist es einfach nicht möglich, dass alle Spielerinnen immer da sind." Der Anteil dieser Berufsgruppe mache so Nick rund 40 Prozent der Mannschaft aus. "Aber 60 bis 70 Prozent waren immer beim Training. Letztlich geht der Beruf vor."

So kam es in der vergangenen Woche zur einvernehmlichen Trennung. "Wir sind aber nicht im Bösen auseinander gegangen", betont Nick, der das Team nun interimsmäßig betreut. "Die Suche läuft", will Nick daraus keine Dauerlösung machen, "da ich ja bereits zwei Jugendmannschaft betreue, darunter die B-Mädchen in der Verbandsliga.

Derweil hat der Verbandsligist GSG Duisburg ein Testspiel gegen den klassenhöheren Oberligisten Mettmann Sport nur knapp mit 26:27 (15:12) verloren. GSG-Trainerin Sandra Stöckmann musste neben der verletzten Sabrina Krause noch auf Jördis Jensen (Grippaler Infekt) verzichten. Die Großenbaumerinnen starteten motiviert in die Begegnung. Tempospiel auf beiden Seiten prägte das Spiel. Nachdem die Gäste zunächst in Führung lagen, blieb die GSG hartnäckig dran und übernahm dann Mitte der ersten Spielhälfte gar die Führung, die bis zum Pausentee gehalten wurde.

Mettmann leistete in der zweiten Hälfte nun mehr Gegenwehr. Zudem machte sich der Torwartwechsel im Gästegehäuse für Mettmann positiv bemerkbar. Im GSG-Spiel schlichen sich Mitte der zweiten Halbzeit nun immer wieder Unkonzentriertheiten ein, die zu Ballverlusten und sofortigen Tempogegenstößen des Oberligisten führten. Die Führung wechselte nun wieder zu den Gästen, die mit einem Vier-Tore-Lauf auf 22:26 davon eilten. Die GSG gab sich aber keineswegs geschlagen und warf sich mit 26:27 wieder in Schlagdistanz, konnte das Spiel aber nicht mehr für sich entscheiden.

"Wir müssen nicht unbedingt gegen Oberligisten gewinnen, wir sind ja gerade erst in die Verbandsliga aufgestiegen", zeigte sich Stöckmann zufrieden. Nun geht es am Samstag zum Drittliga-Absteiger Fortuna Köln, bevor zur Saisoneröffnung Rapiditas Weert aus den Niederlanden und TV Beyeröhde II das Vorbereitungsprogramm beenden. Tore: Julia Quurck (8), Ariane Stoppelkamp, Nadine Wollenberg (je 5), Jana Hippler (4/3), Anna Lena Höhne, Janne Potschaske (je 2).

(RP)