Rollhockey: RESG Walsum startet in die Saison

Rollhockey : Neue Zeiten bei der RESG Walsum

Die Männer tragen ihre Heimspiele in der Bundesliga künftig erst um 18 Uhr aus, weil der Verein nach mehr als einem Vierteljahrhundert wieder eine Frauen-Mannschaft ins Rennen schickt. Beide Teams starten am heutigen Mittwoch in die Saison.

Wer an einem Samstag um 15.30 Uhr die Halle Beckersloh aufsucht, um ein Spiel der Rollhockey-Bundesliga zu verfolgen, wird dabei auch weiterhin nicht enttäuscht werden. Es wird nur etwas anders sein. Der klassische Termin, an dem der deutsche Rekordmeister der Männer bislang seine Gegner empfing, ist künftig der neuen Frauen-Mannschaft der RESG Walsum vorbehalten. Die Anhänger der männlichen Vereinskollegen müssen sich an eine neue Anfangszeit gewöhnen und können damit heute gleich starten. Nach dem Premierenmatch der Frauen um 15.30 Uhr gegen die IGR Remscheid gibt es das gleiche Duell bei den Männern um 18 Uhr.

Nicht nur dieses organisatorische Detail ist neu bei den Roten Teufeln. Auch auf dem Feld und an der Bande hat es eine Reihe an Änderungen gegeben. Günther Szalek, der die Mannschaft wieder in die Spitzengruppe geführt, aber letztlich nicht den ersehnten Titel gewonnen hatte, ist von der Trainerbank auf die Position des Sportlichen Leiters gewechselt. Sein bisher spielender Assistent Christopher Nusch fungiert nun als Chefcoach. Verkraften muss er den Abgang von Vizekapitän Felipe Sturla in die Schweiz zum RHC Uri.

Dafür gibt es vier neue Gesichter, von denen aber in Walsum drei gut bekannt sind. Eigengewächs Leon Brandt kommt aus Düsseldorf zurück und soll der Konkurrent von Kapitän Tobias Wahlen zwischen den Pfosten sein. Daniel Quabeck, schon früher in der Bundesliga für Walsum aktiv, hat seine Zelte beim HSV Krefeld abgebrochen und von dort den Niederländer Stan Holtzer mitgebracht. Und dann ist da natürlich noch der langjährige Leistungsträger Pedro Queiros, der nach einem Jahr in seiner portugiesischen Heimat wieder den Schläger bei der RESG schwingt.

„Stan und Daniel haben sich gut integriert. Beide arbeiten sehr hart und geben alles, um am ersten Spieltag auf den Platz zu stehen. Bei Pedro sieht es etwas anders aus. Er ist spät in die Saisonvorbereitung gestartet und muss viel arbeiten“, sagt Nusch über seine drei neuen Feldspieler. Ob er selbst wieder auf dem Parkett stehen wird? „Aktuell muss ich mir darüber keine Gedanken machen. Es sind alle Spieler einsatzbereit und fit. Sollte dies mal nicht so sein oder ich das Gefühl haben, die Jungs brauchen einen anderen Spielertypen im Kader, werde ich mir nochmal meine Gedanken dazu machen.“

Nach dem Rückzug des HSV Krefeld und der Moskitos Wuppertal spielt die Bundesliga nur noch mit neun Mannschaften. Das Ziel formuliert Coach Nusch so: „Wir wollen in der nächsten Saison wieder international dabei sein. Um auf Nummer sicher zu gehen, müssen wir also in der Vorrunde Vierter werden.“

Über ein Vierteljahrhundert ist es her, dass die RESG mit einem Team in der Bundesliga der Frauen vertreten war. Viele Spielerinnen, die heute bei der Rückkehr auf dem Parkett stehen werden, waren da noch gar nicht geboren. Zum Kader gehören die drei Eigengewächse Friederike Kaub, Anna Kaub und Lisa Dobbratz, die in den vergangenen Jahren für andere Klubs in der Bundesliga aktiv waren. Als Spielertrainerin fungiert die Spanierin Silvia Romero Arola. „Ich freue mich sehr über meine Aufgabe hier in Walsum“, sagt sie.

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