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Fußball: Richtungsweisende Partie

Fußball : Richtungsweisende Partie

"Nach dem Spiel werden wir endgültig wissen, wo wir uns einzuordnen haben", sagt Marco Ketelaer, Trainer des FCR Duisburg – und kündigt vor dem heutigen Duell mit Aufsteiger VfL Sindelfingen personelle Änderungen an.

"Nach dem Spiel werden wir endgültig wissen, wo wir uns einzuordnen haben", sagt Marco Ketelaer, Trainer des FCR Duisburg — und kündigt vor dem heutigen Duell mit Aufsteiger VfL Sindelfingen personelle Änderungen an.

Marco Ketelaer weiß, was heute (14 Uhr, PCC-Stadion) für seine Fußballerinnen auf dem Spiel steht. "Die Bundesliga-Begegnung gegen den VfL Sindelfingen ist nach der Niederlage gegen Gütersloh absolut richtungsweisend. Nach diesem Spiel werden wir endgültig wissen, wo wir uns einzuordnen haben."

Nach der glänzenden Vorstellung mit dem 2:0-Sieg gegen die SGS Essen wähnte sich der FCR-Trainer bereits auf einem guten Weg. Und beim Aufsteiger aus Ostwestfalen war es nicht die mangelnde Kollektivqualität des Kaders, die zur unnötigen 2:3-Niederlage geführt hatte, sondern es waren vielmehr individuelle Fehler in Angriff und Abwehr. Verständlich also, dass Ketelaer hier den Hebel ansetzen will, um nicht gegen den zweiten Aufsteiger eine ähnliche Enttäuschung zu erleben. Deshalb wird es heute eine veränderte Startelf geben.

Harris vor ihrem Debüt im Tor

Denkbar ist es, dass die US-Amerikanerin Ashlyn Harris ihr Debüt im FCR-Tor gibt. Mannschaftsarzt Dr. Klaus Petsch sowie sein amerikanischer Kollege, der Harris betreut, sehen ihren Heilungsprozess als weit genug fortgeschritten. Veränderungen in der Abwehrkette dürften dagegen mangels geeigneter Kandidatinnen schwieriger sein, was vor allem für die Italienerin Laura Neboli zutrifft, die in der Innenverteidigung sonst eine sichere Stütze ist, aber beim FSV Gütersloh mit ihrem Ballverlust die endgültige Niederlage einleitete.

Im Angriff erhält die Holländerin Lieke Martens eine schöpferische Pause. Allerdings dürfte das nur eine teilweise Lösung des Problems sein. Allein in der Nachspielzeit beim FSV Gütersloh vergaben die Angreiferinnen beste Möglichkeiten, um zumindest noch einen Zähler mitzunehmen.

Der Liganeuling aus Sindelfingen begann die Spielzeit mit solchen Ergebnissen, dass man ihn schon früh als die "Schießbude der Liga" vermuten konnte. Das 1:9 zum Saisonauftakt daheim gegen Turbine Potsdam, 0:4 beim Mitaufsteiger Gütersloh und 0:6 beim VfL Wolfsburg sorgten für einen total verpatzten Start.

Doch am vergangenen Sonntag ließ der VfL beim 3:2-Heimsieg (nach 0:2-Rückstand) erkennen, dass er sich noch längst nicht aufgegeben hat. Da ist es klar, dass sich die Sindelfingerinnen auch beim scheinbar angeschlagenen FCR Chancen ausrechnen.

Wie sagte Marco Ketelaer: "Ich habe der Mannschaft immer wieder gesagt, dass wir in jedem Spiel bei Null anfangen."

Heute um 14 Uhr schlägt also die nächste die Stunde "Null".

(RP/rl)