Rhein City Run von Düsseldorf nach Duisburg steigt am Sonntag

Leichtathletik : Nikki Johnstone und Katharina Wehr sind die großen Favoriten

Zum vierten Mal steigt am Sonntag der 21,1 Kilometer lange Rhein City Run von Düsseldorf nach Duisburg. Spannend wird auch der Ausgang der Städtewertung.

Überquert Nikki Johnstone zum zweiten Mal in diesem Jahr in Duisburg als Sieger die Ziellinie? Im Juni erst lief der Läufer des LAZ Puma Rhein-Sieg beim Rhein-Ruhr-Marathon allen davon. Am Sonntag möchte der 35-Jährige beim 4. Viactiv Rhein City Run auch über die halbe Distanz triumphieren und seinen Erfolg von 2017 wiederholen. John­stone ist der Favorit des Halbmarathons von Düsseldorf nach Duisburg.

Seine Bilanz in diesem Jahr ist beeindruckend: Bei insgesamt 13 Marathon-Läufen ging der Düsseldorfer mit den schottischen Wurzeln 2019 an den Start. Acht dieser Rennen beendete er als Sieger, allein zehn Mal blieb Johnstone unter 2:30 Stunden. Seine letzten Erfolge liegen erst wenige Tage zurück. Beim Koblenz-Marathon am 8. September kam er nach nur 2:24,08 Stunden als Erster ins Ziel. Am vergangenen Sonntag wurde er Sechster in Kassel – und knackte ebenfalls die Zweieinhalb-Stunden-Marke.

An diesem Wochenende will er es beim Rhein City Run über die Halbmarathon-Distanz wissen. „Nikki ist ein Phänomen. In so vielen Rennen so schnell zu laufen, ist bemerkenswert“, sagt Mitveranstalter Jörg Bunert über den scheinbar nicht müde werdenden Ausdauermann. Für Johnstone ist der Lauf ein Heimspiel. Er startet am Sonntag um 9.30 Uhr am Robert-Lehr-Ufer an der Theodor-Heuss-Brücke in Düsseldorf und will nach 21,1 Kilometern am Steinhof in Huckingen im Ziel ankommen. Aber es sind noch weitere schnelle Männer im Feld. Vorjahressieger Andreas Sprott vom Running Team Grafenberg aus Düsseldorf, oder Jan Neuens und Dennis Breuer (beide ASV Duisburg).

Katharina Wehr setzte sich vor zwei Jahren im Feld der Frauen durch. Foto: Zoltan Leskovar

Bei den Frauen ist die Lokalmatadorin Katharina Wehr vom TV Wanheimerort die große Favoritin. Die Vorjahreszweite möchte ihren Sieg von vor zwei Jahren wiederholen.

Jörg Bunert veranstaltet den Halbmarathon gemeinsam mit der ehemaligen Top-Marathonläuferin Sonja Oberem aus Düsseldorf und dem Stadtsportbund Duisburg. Rund 3100 Aktive haben ihre Startnummer gebucht. „Das ist ein Superergebnis“, so Bunert, der mit den Meldezahlen bereits über denen von 2018 liegt.

„Über 3000 Starter bei einem Halbmarathon sind schon eine Hausnummer. Das sind sogar deutlich mehr Teilnehmer als über die halbe Distanz beim Rhein-Ruhr-Marathon.“

Nachmeldungen sind nur am Samstag von 15 bis 18 Uhr im Steinhof im Wettkampfbüro und am Sonntagmorgen direkt am Start in Düsseldorf unter der Theodor-Heuss-Brücke von 7.30 bis 8.30 Uhr möglich.

Mit Spannung erwartet Bunert vor allem die Städtewertung. Bei der Premiere hatte Duisburg die Nase vorne und Oberbürgermeister Sören Link durfte den Wanderpokal mit ins Rathaus nehmen. In den beiden Folgejahren stand die Trophäe im Büro seines Düsseldorfer Amtskollegen Thomas Geisel. Die jeweils besten 500 Läufer der Städte Duisburg und Düsseldorf kommen in die Wertung.

Über 15 Kilometer führt der Laufweg direkt am Ufer oder in unmittelbarer Nähe des großen Stroms aus der Landeshauptstadt ins Revier. Es geht über die Rheinpromenade nach Kaiserswerth, vorbei am Burghof. In Wittlaer nutzt der City Run nun den völlig neu asphaltierten Streckenabschnitt direkt am Fluss und den neu angelegten Rheindamm. Durch die Felder geht es dann zum Steinhof in Huckingen. „Wir werden eine Motivations-Station mitten auf dem Feld in der Nähe von Serm aufbauen, um die Läufer zum Schluss noch mal richtig aufzubauen“, sagt Bunert.

Um das Teilnehmerfeld zu entzerren, wird ab 9.30 Uhr in zwei Wellen gestartet. Zudem können die Sportler mit gültiger Startnummer am Veranstaltungstag kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel im Gebiet des VRR und der Straßenbahn U 79 nutzen, die vermehrt auf der Strecke eingesetzt wird.

(RP)
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