RESG Walsum will ihre Außenseiterrolle nutzen

Skaterhockey : RESG Walsum will ihre Außenseiterrolle nutzen

Der Bundesligist tritt im Europapokal-Spiel in heimischer Halle gegen den HC Turquel aus Portugal an. Der gegnerische Kader ist durchweg mit Profispielern besetzt.

Es läuft noch nicht recht für die RESG Walsum. Zweimal angetreten, zweimal verloren – in der Rollhockey-Bundesliga hat der Rekordmeister bislang Anlaufschwierigkeiten. Da mag das zu einem sehr frühen Zeitpunkt kommende Saisonhighlight vielleicht eine willkommene Abwechslung sein: Am Samstag um 20 Uhr empfangen die Roten Teufel im Erstrunden-Hinspiel des World Skate Europe Cup – bislang als CERS-Cup bekannt – den portugiesischen Vertreter HC Turquel.

„Das Spiel kommt hoffentlich genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagt der neue RESG-Spielertrainer Christopher Nusch, der mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht allzu zufrieden sein kann. „Gegen Remscheid und Düsseldorf kann man verlieren. Die Art und Weise, wie die Niederlagen zustande gekommen sind, hat mir allerdings nicht gefallen. Wir waren in der Offensive nicht kreativ genug und wollten zu viel mit dem Kopf durch die Wand“, sagt er zurückblickend. Seine Diagnose: „Aktuell hapert es bei uns in der Offensive und wir standen insgesamt nach Ballverlusten zu offensiv.“

Das muss sich logischerweise gerade gegen ein Profiteam ändern, das naturgemäß deutlich mehr Qualität als ein deutscher Bundesligist zu bieten hat. Wie sich eine solche Einschätzung freilich ins Gegenteil verkehren kann, hat die RESG gegen denselben Gegner bereits bewiesen. Im Januar 2017 gastierte Turquel nach dem 4:0 in Portugal zum CERS-Cup-Rückspiel in der Halle Beckersloh und staunte nicht schlecht, als die Walsumer die Angelegenheit mit einem 5:2 fast noch gedreht hätten. „Ob nochmal so ein Match denkbar ist, kann ich nicht sagen. Ich glaube, das Überraschungsmoment wird fehlen. Die Portugiesen wissen, was auf sie zukommen kann. Dies ist sicher kein Vorteil. Aber wer weiß, im Hinterkopf sind wir vielleicht weiterhin nur die aus der deutschen Bundesliga – und dann kann in Walsum alles passieren“, sagt Christopher Nusch, der eine klare Devise an sein Team ausgibt: „Kopf aus, Beine in die Hand und sich gegenseitig unterstützen.“

Im Gegensatz zum ersten Liga-Spiel, als er selbst mithelfen musste, beschränkt sich der Trainer diesmal auf seine Aufgabe an der Bande: „Ich werde mich nicht umziehen. Offensiv kann ich dem Team in der Bundesliga sicher helfen. Aber Defensive gegen Profis – da macht meine Hüfte leider nicht mit.“ Auf jeden Fall wird Jan Dobbratz wieder in den Kader rücken, der zuletzt beim 2:4 in Düsseldorf fehlte. Über den Gegner weiß Christopher Nusch: „Das Team hat sich insgesamt verjüngt. Aber die Spieler, die damals gegen uns getroffen haben, sind weiterhin dabei.“

Mehr von RP ONLINE