RESG Walsum: Vermutlich letzte EM von Tobias Wahlen

Rollhockey : Für RESG-Kapitän Tobias Wahlen war es vermutlich die letzte EM

Der Kapitän der RESG Walsum kehrt mit zwiespältigen Gefühlen von der Europameisterschaft zurück.

Unter der Woche konnte Tobias Wahlen entspannen. Ein Besuch beim Ed-Sheeran-Konzert in Hamburg war angesagt. Ansonsten bestimmt Rollhockey den Tagesablauf des Torhüters und Kapitäns von Rekordmeister RESG Walsum auch in der Saisonpause. Gerade von der eigenen Teilnahme als Aktiver an der Europameisterschaft im spanischen La Coruna zurückgekehrt, steigt er schon wieder in die Vorbereitung auf den gleichen Wettbewerb mit der deutschen U-20-Nationalmannschaft im September in Portugal ein. Für die ist der 27-Jährige als Trainer verantwortlich.

Nationaltrainer Jordi Molet hatte sich im Vorfeld der EM nicht auf einen Stammkeeper festgelegt – anders als bei Wahlens erster Euro-Teilnahme vor sechs Jahren, als er klare Nummer zwei hinter Patrick Glowka war. „Ich bin ein Torwart, der Vertrauen braucht. Es war aber so, dass mein Kollege Timo Tegethoff und ich am Tag der jeweiligen Spiele nicht wussten, wer von uns beiden anfangen durfte“, berichtet er. Stattdessen wurde von Spiel zu Spiel und teilweise auch innerhalb der Partien gewechselt. Die brachten in der Vorrunde mit den Siegen gegen die Niederlande, Belgien und England sowie den Niederlagen gegen Italien und Spanien die mehr oder weniger erwarteten Ergebnisse. Im Viertelfinale gegen Frankreich musste Tobias Wahlen bei der 2:5-Niederlage zuschauen; das 6:7 nach Verlängerung gegen die Schweiz kostete dann den wenigstens erhofften fünften Platz. Und nun? Von einem Rücktritt spricht Wahlen nicht: „Ich glaube aber, dass das meine letzte Europameisterschaft gewesen ist.“

Nach der EM ist vor der neuen Bundesligasaison: Da muss die RESG – und speziell Tobias Wahlen – mit dem Abgang von Vizekapitän Felipe Sturla in Richtung Schweiz einen herben Verlust hinnehmen. Er hofft, dass jetzt verstärkt die jüngeren Spieler wie Christopher Berg oder sein eigener U-20-Schützling Jan Dobbratz in führende Rollen schlüpfen. Darauf können sie sich auch mehr oder weniger die ganze Punktrunde vorbereiten, denn nach dem Rückzug des HSV Krefeld und der Moskitos Wuppertal verbleiben nur noch neun Teams in der Liga, die um acht Play-off-Plätze „kämpfen“.

(T.K.)
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