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Rollhockey: RESG verliert Klassiker gegen Cronenberg mit 3:7

Rollhockey : RESG verliert Klassiker gegen Cronenberg mit 3:7

Der Walsumer Rollhockey-Bundesligist hadert im Heimspiel mit einigen Schiedsrichterentscheidungen.

Vor der Saison hat Robbie van Dooren ein ehrgeiziges Ziel ausgegeben. "Wir haben das Potenzial, um unter den ersten Drei zu landen", hatte der neue Trainer der RESG Walsum verlauten lassen. Am Samstagnachmittag nun musste der Rollhockey-Bundesligist erfahren, dass der Weg zurück an die Spitze mitunter beschwerlich sein kann. Vor heimischem Publikum unterlagen die "Roten Teufel" dem Dauerrivalen RSC Cronenberg mit 3:7 (2:3). Die Niederlage fiel zwar zu deutlich aus, verdient war sie aber allemal.

Die frühe Walsumer Führung durch Flavio da Silva (5.) erwiderten die Gäste mit einem Doppelschlag. Erst erwischte Marco Bernadowitz RESG-Keeper Tobias Wahlen auf dem falschen Fuß, dann traf Benjamin Nusch regelwidrig zum 1:2 (11.). Bei seiner Direktabnahme hielt Nusch, der der Walsumer Jugend entstammt und am Samstag auf seinen Bruder Christopher traf, den Schläger eindeutig zu hoch.

Die richtige Antwort auf diese Ungerechtigkeit gab der Portugiese Pedro Queirós, der nur eine Minute später den Ausgleich erzielte. Anschließend brachte sich die RESG durch Undiszipliniertheiten selbst auf die Verliererstraße. Zunächst sah Philipp Kluge die Blaue Karte. Den fälligen direkten Strafstoß konnte Tobias Wahlen parieren, in der nachfolgenden Unterzahl war er gegen den Schuss von Daniel Kutscha dann aber machtlos (19.).

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Gleich nach dem Wechsel erhöhte Cronenbergs spanischer Ausnahmekönner Jordi Molet rasch auf 2:4. Queirós konnte nach sehenswerter Vorarbeit des eingewechselten Sebastian Haas noch einmal verkürzen (27.). Danach nahm das Unheil seinen Lauf. In Überzahl — Flavio da Silva hatte wegen Meckerns einmal mehr die Blaue Karte gesehen — erhöhte Mark Wochnik für Cronenberg auf 3:5.

Gebrochen war die Walsumer Moral spätestens, als Schiedsrichter Niestroy sie der Chance auf den Anschlusstreffer beraubte. Statt auf Strafstoß und Überzahl für Walsum entschied Lars Niestroy — entgegen der Meinung seines Kollegen Michael Wittig — auf Stürmerfoul von Pedro Queirós (33.).

Für die Entscheidung im Klassiker sorgte schließlich Kay Hövelmann, der zum 3:6 (38.) traf und seinem Stammverein damit den K.o.-Schlag versetzte. Den Endstand besorgte kurz darauf Mark Wochnik (40.), dessen Mannschaft der RESG in zwei entscheidenden Punkten überlegen war. Die Cronenberger nutzten ihre Chancen im Stile eines Spitzenteams und kamen in einer sehr hektischen Partie gänzlich ohne Zeitstrafe aus.

Walsum bietet sich am Samstag die nächste Gelegenheit, einen Großen zu ärgern. Um 15.30 Uhr tritt das Team um Kapitän André Kulossek bei der ERG Iserlohn an.

RESG: Wahlen, Dietrich — Lemkamp, Kluge, Kulossek, C. Nusch, da Silva (1), Queirós (2), Haas, Jostmeier

(kök)