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Rollhockey: RESG verliert hitziges Duell

Rollhockey : RESG verliert hitziges Duell

In Iserlohn gibt es einen Platzverweis, Rempler und Zuschauer-Tumulte.

Der RESG Walsum ist der Tournee-Auftakt missglückt. Am Samstag zog der Rollhockey-Rekordmeister, der in der Bundesliga viermal in Folge auswärts antreten muss, gegen die ERG Iserlohn mit 2:4 (1:1) den Kürzeren. In der ersten Hälfte drückte Flavio da Silva () der Partie seinen Stempel auf: Erst scheiterte der Portugiese in Walsumer Diensten per Penalty an Patrick Glowka, der sich dabei am Oberschenkel verletzte und von Lukas Kost ersetzt wurde. Der Ersatzkeeper war kaum auf dem Feld, da überwand ihn da Silva schon mit einem Weitschuss (7. Minute).

In der Folge entwickelte sich eine hochklassige Partie, in der die Schiedsrichter nicht nur nach Ansicht von Robbie van Dooren sehr kleinlich pfiffen und für unnötige Hektik sorgten. Der RESG-Trainer regte sich darüber so sehr auf, dass er die blaue Karte zu sehen bekam (17.). Die daraus resultierende Unterzahl überstanden die Walsumer, kurz danach sorgte Iserlohns Sergio Pereira mit einem abgefälschten Distanzschuss aber für den Ausgleich (22.). Sekunden später war die Partie für da Silva beendet. Schiedsrichter Lars Nawratil zeigte das zehnte Walsumer Teamfoul an, woraufhin da Silva sich zu einer unflätigen Geste hinreißen ließ. Die Konsequenz: Rot für den Heißsporn, der sich bis dahin einwandfrei verhalten hatte. Den fälligen Penalty entschärfte Torwart Tobias Wahlen.

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Nach dem Wechsel egalisierte Pedro Queirós (41.) das Iserlohner 2:1 von Kai Milewski (32.), Lukas Lemkamp verpasste die erneute Führung, als er den Pfosten traf (42.). Anschließend gerieten Queirós und Sebastian Glowka aneinander. Auf Queirós' Stockschlag reagierte Glowka mit einem Rempler. Blau für beide, Strafstoß für Iserlohn, den Timon Henke zum 3:2 (44.) verwertete. Eine Abwehraktion von Philipp Kluge ahndeten die Schiedsrichter dann mit Strafstoß, den Glowka zum Endstand verwandelte (49.).

Erledigt war die Arbeit für die Spieler mit dem Schlusspfiff aber noch nicht. Die Fans beider Lager hatten nach der emotionsgeladenen Partie noch Klärungsbedarf, der beinahe in einer handfesten Auseinandersetzung gemündet wäre. Doch gemeinsamen mit den Akteuren erstickten einige besonnene Kräfte den drohenden Tumult im Keim.

RESG: Wahlen, Dietrich - Lemkamp, Nusch, Kulossek, da Silva (1), Queirós (1), Haas, Kluge, Quabeck

(kök)