Lokalsport: Raphael Joly sitzt beim EVD nun auf der Tribüne

Lokalsport: Raphael Joly sitzt beim EVD nun auf der Tribüne

Die Schlagzeile zum Fuchs erwähnt Reemt Pyka mehr so nebenher. Vor dem Heimspiel des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg gegen die Hannover Scorpions heute um 19.30 Uhr spricht der Coach zunächst davon: Die Spieler müssten die Köpfe freibekommen. Nach drei Niederlagen seit seinem Amtsantritt. Gut trainiert habe die Mannschaft. Durchaus glaubt er noch daran, dass es für Platz vier in der Meisterrunde reichen kann. Der ist wichtig für das Heimrecht beim Start in die Playoffs. Ja, ein Sieg muss jetzt her. Nein, verletzt ist niemand.

Dann also die Frage, ob es nach null Punkten zu Beginn seiner Amtszeit Umstellungen geben werde. Pyka räumt ein: "Es wird eine Veränderung auf der Ausländerposition geben." Und da ist dann die Schlagzeile des Tages: Torjäger Raphael Joly sitzt auf der Tribüne. Für ihn rückt Armands Berzins ins Team. Der Trainer erklärt das so: "Wir haben drei Ausländer und da benötigt jeder Spielpraxis." Pavel Pisarik brauche nach seinem langen Ausfall dringend Eiszeit. Deshalb gönne er Joly eine Pause. Freilich, die Personalie lässt mehr vermuten als eine Mannschaftsaufstellung nach dem Rotationsprinzip. Immerhin lässt der Coach seinen gefährlichsten Torschützen in einem "Jetzt-oder-nie-Spiel" sitzen und bringt für ihn den achtbesten Torschützen im Team. Fest steht: Raphael Joly steht in der Kritik. Er arbeite nicht die vollen 60 Minuten und nach hinten nur sehr ungern. Nicht wenige Fans machen die Krise gerade an Joly fest. Selbst beim Fangespräch nach dem Rauswurf von Frank Petrozza war die Leistung des Holland-Kanadiers ein Thema. Klubchef Sebastian Uckermann wird vom Verein mit den Worten zitiert: "Man muss ,Rapha' zu nehmen wissen als Trainer. Wenn man das weiß und umsetzt, dann wird er der entscheidende Mann sein." Reemt Pyka nimmt "Rapha" erst einmal aus dem Spiel.

(kew)