Ralf Pape rettet den Duisburger Eissport

Eishockey : Ralf Pape rettet den Duisburger Eissport

Das Pape-Unternehmen übernimmt die Eishalle. Der EV Duisburg kann weiter in der Oberliga spielen.

Es war knapp. „Wenn nur einer der drei Handelnden – die Stadt, der Verein oder Ralf Pape – Nein gesagt hätte, wäre es das gewesen“, sagte Jürgen Dietz nach einer Pressekonferenz am gestrigen Freitag. Es hat aber niemand Nein gesagt. Weder die Stadt, noch der EV Duisburg, und am Wichtigsten: auch nicht Ralf Pape. Der Mann, der den EVD durch sein Engagement vor 14 Jahren in die Deutsche Eishockey-Liga geführt hatte, übernimmt nun wieder das Ruder – kurzfristig. „Es musste eine schnelle Lösung her“, sagte Dietz, Leiter von Duisburg-Sport. Die Folge ist: Die Eissporthalle wird auch weiterhin betrieben – und der EVD wird weiterhin in der Oberliga spielen.

Der kurzfristige Rückzug der Kenston-Gruppe machte schnelles Handeln nötig. „An sich war meine Idee, dass ich nur beratend tätig bin. Aber das alles wäre in der Kürze der Zeit nicht vom Verein oder einer vom Verein zu gründenden GmbH oder UG zu stemmen gewesen“, so Pape. „Alleine schon die Beschaffung der Ausrüstung ist ein Problem. Das kostet um die 150.000 Euro. Und der Verein hätte in Vorkasse gehen müssen.“ Das ist normalerweise nicht nötig. Wo die Gründe dafür liegen? „Mir ist egal, was war. Ich schaue nach vorne“, sagte der Unternehmer. „Als ich das Duisburger Eishockey vor fast fünf Jahren in die Hände von Kenston gelegt hatte, war ich überzeugt, dass Kenston in der Lage wäre, die Ziele des Aufstiegs in die 2. Liga und gar die Rückkehr in die DEL umsetzen zu können.“ Das war ganz offensichtlich ein Trugschluss.

Es gibt zwei große Baustellen – die Eissporthalle und das Oberliga-Team, „das wir zwingend erhalten wollen, um künftig ein Nachwuchskonzept umsetzen zu können“, so Pape. Die Eissporthalle wird zunächst vom Pape-Unternehmen P+C Sportevent GmbH betrieben. „Wir suchen nun einen Geschäftsführer, der sich um die Eissporthalle kümmern wird. Ich hoffe, dass uns Matthias Roos in diesem Bereich unterstützen wird.“

Aktuell müssen Reparaturen zur Betriebssicherheit vorgenommen werden. „Die Alarmierungsanlage für Ammoniakaustritt, die mit der Polizei und Feuerwehr verbunden ist, wird repariert“, so Dietz. Die Jugendkabinen und die Eisaufbereitungsfahrzeuge müssen überholt werden. Sportlich soll ein zunächst rein deutsches Team zusammengestellt werden. Das Trainerteam soll über das Wochenende gebildet werden. Dirk Schmitz wird sich absprachegemäß wieder vornehmlich um den Nachwuchs kümmern. „Dirk macht da einen geilen Job“, so Pape. Einer der Trainer soll dann auch die Geschäftsführertätigkeit für die neue Spielbetriebs-GmbH übernehmen.

„Die Verträge werden keine Frist enthalten“, sagte Pape über sein Engagement. Klar ist, dass der Verein nun erst einmal in die Lage versetzt werden soll, ein langfristiges Konzept zu erstellen und dies umzusetzen.

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