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Handball: Rahmel hofft auf Reifeprozess

Handball : Rahmel hofft auf Reifeprozess

Trotz der starken Vorsaison in der Oberliga will der Trainer der Damen des VfL Rheinhausen die Ziele nicht zu hoch ansetzen – schließlich geht seine junge Truppe erst in die zweite Saison in der vierthöchsten Spielklasse.

Trotz der starken Vorsaison in der Oberliga will der Trainer der Damen des VfL Rheinhausen die Ziele nicht zu hoch ansetzen — schließlich geht seine junge Truppe erst in die zweite Saison in der vierthöchsten Spielklasse.

Was war das für eine tolle Rückkehr. Direkt im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg in die Oberliga sorgten die Damen des VfL Rheinhausen in der vierthöchsten Spielklasse direkt für Furore. Am Ende der Saison belegte die Mannschaft von Trainer Dirk Rahmel den vierten Platz, verpasste Rang drei nur knapp.

Obwohl die erfolgreiche Mannschaft komplett zusammenblieb und mit den Neuzugängen Tanja Ludwig und Valerie Traute noch mehr Tiefe gewann, will der Übungsleiter die Messlatte für die neue Spielzeit keineswegs zu hoch ansetzen.

Die Fehler der Vorsaison abstellen

"Das ist ein Reifeprozess. Man darf nicht vergessen, dass wir erst in unser zweites Jahr in der Oberliga gehen und ich eine junge Mannschaft habe", analysiert Rahmel. Sollte es seiner Mannschaft gelingen, die Fehler der Vorsaison abzustellen, "dann ist es sicherlich möglich, wieder da zu landen, wo wir letzte Saison waren", ergänzt der Trainer.

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Sollte sich aber — gerade gegen vermeintlich schwächere Gegner — so etwas wie Überheblichkeit einschleichen, sei ein Absturz vorprogrammiert, so Rahmel weiter. "Es ist leider nach wie vor so, dass wir wegen unserer Leistungsschwankungen jeden Gegner schlagen, aber auch gegen jeden verlieren können", erklärt der Übungsleiter.

Die Gefahr, dass die Stimmung angesichts des großen Kaders kippt, sieht Rahmel nicht. "Das Risiko ist natürlich da. Aber ich hatte hier jedes Jahr einen großen Kader — und dann ist irgendetwas passiert. Ich sehe da eher Vorteile, da wir durch die Wechselmöglichkeiten noch mehr aufs Tempo drücken können. Und jede Spielerin muss sich anbieten, sich neu beweisen", erläutert der Trainer, der auf den tollen Zusammenhalt verweist.

Als absoluten Favoriten auf den Aufstieg in die 3. Liga macht Rahmel den TV Lobberich aus, der seinen ohnehin schon stark besetzten Kader mit gestandenen Drittliga-Spielerinnen ergänzt hat. Dahinter sieht er Mettmann-Sport. Dazu erwartet der Trainer, dass einer der Aufsteiger überraschen wird — so wie es in den vergangenen jahren immer war. Seine eigene Mannschaft hingegen sei noch nicht so weit, um um den Titel mitzuspielen.

Das Ziel des VfL soll daher sein, die Leistung zu stabilisieren und sich einen Platz zu verbessern — und sollte es statt Rang drei doch die Spitzenposition werden, würde sich sicherlich auch Rahmel nicht dagegen wehren.

(RP)