Kanusport: Priorität für die TV-Fahrstrecke

Kanusport : Priorität für die TV-Fahrstrecke

Die Bauarbeiten am Parallelkanal zur Regattastrecke im Duisburger Sportpark haben mittlerweile längst begonnen. Rechtzeitig zur Kanu-WM 2007 vom 8. bis 12. August in diesem Jahr sollen die TV-Fahrstrecke und der Durchstich zum benachbarten Bertasee fertig gestellt sein. Otto Schulte, Organisationsleiter der 36. Kanu-Rennsportmeisterschaften, zeigt sich sehr zufrieden über den Beginn der Maßnahme: "Wir wollen den Athletinnen und Athleten, aber auch den Zuschauern im Kanu-Stadion und am Fernsehen optimale Titelkämpfe präsentieren. Dazu gehört auch der notwendige Ausbau der Bahn."

Zehn Millionen vom Land

Umweltdezernent Dr. Peter Greulich hatte direkt nach dem Jahreswechsel den Baubeginn veranlasst, nachdem nun auch die Zusage der Mitfinanzierung durch das Land Nord-Rhein-Westfalen vorliegt. Die Investition in den Parallelkanal beträgt insgesamt etwa 15 Millionen Euro. Zehn Millionen Euro davon tragen Bund, Land und die Europäische Union.

Athleten aus über 90 Nationen

Bis zur WM wird der Kanal noch nicht vollständig ausgebaut sein. Die Verbindung zum Bertasee ermöglicht den Aktiven jedoch das Warmpaddeln und das Ausfahren nach dem Wettkampf abseits der Rennen. Damit können die Athletinnen und Athleten aus über 90 Nationen weitgehend ungestört ihre Rennen fahren. Faire Bedingungen sind für die WM 2007 von besonderen Interesse: Die Titelkämpfe dienen als Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking.

Priorität bei den Baumaßnahmen haben derzeit die TV-Fahrstrecke und die Kamera-Schienenbahn. Die Rodungsarbeiten dafür haben bereits begonnen. Die Fahrbahn parallel zur Strecke ermöglicht den Fernsehteams optimale Bilder vom Rennverlauf. Die Kamera fährt stets auf Höhe der Boote mit und zeigt Bilder auf Augenhöhe mit den Besten.

Packende Szenen

Diese packenden Szenen werden dann nicht nur im Fernsehen zu sehen sein. Auch die Besucher im renommierten Duisburger Kanu-Stadion profitieren davon. Auf einer 44 Quadratmeter großen Videowand können die Fans die Rennen hautnah mitverfolgen. Auch die Videowand ist neu und trägt dazu bei, die Attraktivität des Kanu-Standorts Duisburg zu erhöhen. Die Kosten werden mit der Rodelbahn Winterberg geteilt. Otto Schulte dankte der Stadt Duisburg für ihren Einsatz beim Bau des Parallelkanals. Schulte: "Die Stadt hat hier vorbildlich gearbeitet und durch ihre gute Vorbereitung sicher gestellt, dass alle Arbeiten innerhalb des Zeitplans fertig gestellt sein werden."

(RP)
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