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Tennis: Preußen-Adler landet in der Halle

Tennis : Preußen-Adler landet in der Halle

Am zweiten Turniertag machte das Wetter den Veranstaltern des Traditionsturniers einen Strich durch die Rechnung. Es musste in die Halle ausgewichen werden. Amra Kurtanovic vom Gastgeber SC Preußen Duisburg spielte sich bis ins Endspiel.

Es war ein wahrlich ungewöhnliches Bild, was sich am Sonntag an der Futterstraße beim Kampf um den traditionellen Preußen-Adler ergab. Während hier in den vergangenen Turnierauflagen die kleinen, gelben Filzkugeln beinahe ohne Unterbrechung über die Tennisnetze der Preußen flogen, gab es in diesem Jahr, am Sonntag nur riesige Wasserpfützen auf den Ascheplätzen zu bestaunen.

Der Wettergott hatte es wirklich nicht gut gemeint mit den Tenniscracks, die an der Futterstraße um den traditionsreichen Mannschaftspokal in Adlerform kämpften. Während am Samstag noch alle Partien der Vorrunden unter freiem Himmel ausgetragen werden konnten, benötigte es am zweiten Turniertag ein Hallendach über den Köpfen der talentierten Jugendspieler.

Der Dauerregen ließ den Veranstaltern keine andere Wahl als in die Halle auszuweichen. "Das Wetter hat heute alles über den Haufen geschmissen. Deshalb mussten wir uns kurzfristig dazu entscheiden die gesamten Spiele in die Halle zu verlegen", erklärte der merkbar enttäuschte Pressewart Manfred Schrör, der das Geschehen von der verregneten Platzanlage der Preußen, aus der Ferne mit verfolgen musste. Organisatorisch grenzte es fast an ein kleines Wunder, dass die Veranstalter dem eigentlich angestrebtem Zeitplan trotzdem nur um rund zwei Stunden hinterherhinkten.

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Schließlich mussten die zahlreichen Spiele auf drei verschiedene Hallen aufgeteilt werden. Während einige Vorrundenspiele noch in der vereinsinternen Halle der Preußen, sowie in der "Fit-4-Life"-Halle am Sternbuschweg ausgetragen wurden, fanden die Endspiele geschlossen in der Vereinshalle des TC Mülheim-Dümpten statt. "Die gesamten Planungen waren absolut spontan. Schließlich kann man von so einem Wetter mitten im Sommer eigentlich nicht ausgehen.

Am Samstagabend, als sich abzeichnete, dass das Wetter Sonntags problematisch werden könnte, haben wir dann vorgesorgt, so dass doch noch alles zumindest halbwegs glatt über die Bühne laufen konnte", erklärt Schrör. Ein junges Mädchen dürfte dem tennisbegeisterten Pressewart die Stimmung aber wieder aufgebessert haben. Amra Kurtanovic, blutjunger Schützling der Preußen, machte der Umzug in die Halle herzlich wenig aus. In der U14 spielte sich das junge Ass vom DSC, die durch ihre beachtliche Körpergröße auf dem Tennisplatz auffällt, bis ins Finale.

"Darüber freuen wir uns natürlich besonders. Sie ist seit langen Jahren die erste von unserem Verein, die den Sprung bis in das Endspiel schaffte. Auch für sie ist das natürlich ein toller Erfolg". Dabei stand für die junge Preußin im Halbfinale erst noch eine ganz besondere Hürde an. In der Vorschlussrunde kam es in der weiblichen U14-Konkurrenz zu einem teaminternen Duell gegen ihre Mannschaftskameradin Franziska Tekath, in dem sich die großgewachsene Kurtanovic schließlich durchsetzte.

Die Preußen Ina Duschl und Felix Bittorf erreichten immerhin in der Nebenrunde die Halbfinals. Ebenfalls erfreulich aus Duisburger Sicht, dass mit den Grunewalder Geschwistern Mike und Benjamin Loccisiano zwei weitere Duisburger Jungspunde in ihrer Altersklasse den Sprung in die Runde der letzten vier schafften. Zumindest ein paar kleine Gründe, die die Laune der, vom Wettergott verlassenen Veranstalter vom SC Preußen, aufgebessert haben dürften.

(tob)