Pia Maertens ist Stammspielerin in der Hockey-Nationalmannschaft

Hockey : Pia Maertens hat sich im Nationalteam etabliert

Die Stürmerin des Club Raffelberg hat in der Pro League 14 von 15 Partien für die DHB-Auswahl absolviert. Die Mannschaft verlor das letzte Heimspiel in Krefeld gegen Australien mit 1:3. Jetzt geht’s nach Pennsylvania.

Das ist ein „Ausflug“ ohne jeden Druck, wenn die deutsche ­Hockey-Nationalmannschaft der Frauen am Samstag in Manheim antritt – Manheim in Pennsylvania und nicht Mannheim in Baden-Württemberg. In dem kleinen Städtchen im Lancaster County steht das Spooky Nook Sportcenter, wo das abschließende Punktspiel der DHB-Auswahl in der Premieren-Saison der FIH Pro League gegen Gastgeber USA stattfinden wird. Spielbeginn ist um 19 Uhr Ortszeit; nach deutscher Zeit um 1 Uhr in der Nacht auf Sonntag.

Doch schon bevor die Nationalmannschaft, in der die Duisburgerin Pia Maertens inzwischen zur Stammspielerin geworden ist, am morgigen Mittwoch ins Flugzeug steigt, hat das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger – im Gegensatz zu den DHB-Herren – das Ticket für das Final-Four-Turnier sicher. Und das, obwohl das letzte Heimspiel gegen Australien am Sonntag in Krefeld mit 1:3 (0:3) verloren gegangen ist. Weil Verfolger Belgien abends ebenfalls daheim mit 0:3 gegen Neuseeland verlor, ist die deutsche Mannschaft nicht mehr von Rang vier zu verdrängen.

Eine Verbesserung in der Tabelle ist in Manheim aber ebenfalls nicht möglich. Damit wird die deutsche Mannschaft im Halbfinale auf den Sieger der Punktrunde treffen, was nach menschlichem Ermessen die Niederlande sein dürften. Außerdem werden Argentinien und Australien am Final-Turnier teilnehmen, das im Wagener-Stadion in Amstelveen, ganz in der Nähe von Amsterdam, ausgetragen werden wird.

Ungetrübt ist die Freude beim deutschen Team über die Teilnahme am Final-Four-Turnier allerdings nicht, da sich mit Charlotte Stapenhorst eine der effektivsten Stürmerinnen schwer verletzt hat – sie musste das Spielfeld mit Verdacht auf Kreuzbandriss verlassen. Sportlich kosteten zwei Gegentore in der zweiten und dritten Minute den Erfolg gegen Australien.

„Das war ein sehr schwacher Beginn, der uns letztlich das Spiel kostet. Das ist nervig, denn wir hatten dieses Thema schon, dass wir zu Beginn eines Spiels oft nicht wach genug sind“, sagte Reckinger. „Ganz bitter ist natürlich, dass Charlotte Stapenhorst jetzt ausfällt, denn das Kreuzband scheint gerissen zu sein. Wir müssen schauen, wie wir das kompensieren können.“

Damit kommt auf die übrigen Angreiferinnen mehr Verantwortung zu. Aber Pia Maertens vom Zweitligisten Club Raffelberg schlägt sich in ihrer Premieren-Saison im Trikot der Nationalmannschaft sehr gut. Sie hat 14 von 15 Pro-League-Partien absolviert und dabei vier Tore erzielt.

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